607 offene Stellen: So viele wie zuletzt 1987. 533 Personen waren Ende Juli im Scheibbser Bezirk auf Jobsuche. Um 73 mehr als Ende Juni, um 96 weniger als im Juli 2017.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 09. August 2018 (05:00)
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Die neuesten Juli-Arbeitslosenzahlen geben erneut Anlass zur Freude. Zwar ist die Anzahl der beim Arbeitsmarktservice Scheibbs (AMS) als arbeitssuchend vorgemerkten Personen gegenüber dem Vormonat leicht gestiegen, doch insgesamt weist der Bezirk mit einer Arbeitslosenquote von drei Prozent praktisch Vollbeschäftigung auf.

„Der Anstieg von Juni auf Juli ist normal, weil Angestellte traditionell zum Quartalsende gekündigt werden und der Schulschluss zu zusätzlichen Vormerkungen führt“, beunruhigt dies AMS-Bezirksstellenleiter Sepp Musil in keinster Weise.

Im Gegenteil. Er jubelt über die höchste Zahl an offenen Stellen seit über 31 Jahren. „Aktuell haben wir 607 offene Stellen im Bezirk. Im Durchschnitt gab es heuer 527 Angebote für Arbeitsuchende, im Vorjahr waren es 387 und 2008 – dem letzten Jahr vor der Wirtschaftskrise 2009 – waren es 230 Angebote“, erläutert Musil. Erfreulich ist auch, dass praktisch alle Berufs- und Altersgruppen von der Hochkonjunktur profitieren. Auch die Über-50-Jährigen.

Dennoch steckt hinter all den erfreulichen Zahlen auch ein großes Aber. Denn dem AMS drohen Budgetkürzungen mit Auswirkungen im Förder- und Personalwesen. „Wie diese genau ausschauen werden, ist uns leider noch nicht bekannt. Das erschwert etwas die Kursplanung für 2019. Meine 13 Mitarbeiter werde ich vorerst aber behalten können, wenngleich ein halber Posten nach der Rückkehr aus der Karenz nicht mehr nachbesetzt wurde“, sagt Musil.