Bäume in der Erlafpromenade waren zu gefährlich. Holzzerstörender Pilz machte Bäume zum Sicherheitssrisiko. Nachpflanzung ist geplant, aber schwierig.

Von Karin Katona. Erstellt am 08. Oktober 2019 (04:12)
Stadtgemeinde/Raimund Holzer
Stolze 140 Jahre sind die Kastanienbäume auf der Scheibbser Erlafpromenade alt. Zwei mussten in der Vorwoche gefällt werden. „Die Promenade wird aus historischen Gründen eine Kastanienallee bleiben, verspricht Baum-Experte Peter Fischer-Colbrie.

Um zwei Bäume weniger stehen seit vergangener Woche in der Erlafpromenade in Scheibbs – aus Gründen der Sicherheit, wie es von Seiten der Stadtgemeinde heißt.

Stadtgemeinde/Raimund Holzer

Baum-Experte Peter Fischer-Colbrie, der die Bäume in Scheibbs ehrenamtlich betreut, erklärt: „Nach einer Baumentfernung im vergangenen Jahr wurde leider an zwei weiteren Kastanien in der Allee ein Vitalitätsverlust festgestellt.“ Zum Verhängnis geworden sei den Bäumen der holzzerstörende Pilz Hallimasch. „Bei einem der Bäume ist aufgrund der durch den Pilz hervorgerufenen Weißfäule ein massiver Starkast abgebrochen und auf den Gehweg gestürzt“, berichtet Fischer-Colbrie weiter. Aus Gründen der Verkehrssicherheit hätten daher beide Bäume weichen müssen.

Aus historischen Gründen wolle man die 140 Jahre alte Allee beibehalten, aber Bäume wie die Kastanie, die eine ausgeglichene Wasserversorgung brauchen, haben es in Zeiten wie diesen schwer. „Ein Loch ausheben und den Baum hinein pflanzen, reicht da nicht mehr“, weiß der Baum-Experte. Man müsse künftig darauf achten, den Wurzelraum möglichst groß zu halten und mit wasserspeicherndem Substrat aufzufüllen: „Das wird eine Großbaustelle, aber nur so können die Bäume überleben.“