Bio-Fleisch per Mausklick. Monika und Johannes Auer setzen bei Vermarktung ihres Bio-Fleisches auf neue Internetplattform „nahgenuss.at“.

Erstellt am 13. September 2018 (05:04)
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Bio-Bauernhof in Scheibbsbach
Johannes und Monika Auer betreiben einen Bio-Bauernhof in Scheibbsbach: „Uns ist wichtig, dass den Tieren das Beste, was wir ihnen bieten können, geboten wird. Das ist zum einen die Weidehaltung beziehungsweise Bealpung und zum anderen die Heufütterung und das natürliche Aufwachsen in der Mutterkuhherde“, betonen die beiden.
Michael Kainz

Ein halbes Schwein wurde früher gern und gut mit Nachbarn oder in der Verwandtschaft geteilt. Die Idee, wieder ganze Tiere zu teilen, haben die beiden steirischen Brüder Micha und Lukas Beiglböck ins Internetzeitalter übersetzt.

Mehrere Kunden kaufen einen Anteil von einem Schwein, Rind oder Lamm direkt vom Bauern auf der Plattform „nahgenuss.at“. Erst wenn das ganze Tier verkauft ist, wird es geschlachtet und verarbeitet. Die Kunden bekommen danach ihr küchenfertiges Fleischpaket.

Verkauf ohne Zwischenhändler und Supermarkt

Die ganzheitliche Verwertung hat für Bauern den Vorteil, dass alle Fleischteile garantiert verkauft werden. Da der Verkauf ohne Zwischenhändler und Supermarkt stattfindet, bleibt den Bauernfamilien deutlich mehr Geld. Die Bestellung erfolgt online über „nahgenuss.at“. Die Übergabe des Fleisches erfolgt persönlich am Hof oder bei manchen Bauern sogar per Kühlversand. „Durch den direkten Einkauf beim Bauern wird wieder ein Bezug zum wertvollen Lebensmittel Fleisch hergestellt“, erklärt Micha Beiglböck.

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Die Familie Auer züchtet reinrassiges Waldviertler Blondvieh, das in Österreich tief verwurzelt ist und darüberhinaus mit hochqualitativem Fleisch überzeugt.
Johannes Auer

Mit dabei auf dieser Online-Plattform sind auch Monika und Johannes Auer aus Scheibbs. Die beiden betreiben einen Bio-Bauernhof in Scheibbsbach und haben sich auf die Zucht von reinrassigeWaldviertler Blonden spezialisiert. „Uns liegt zum einen die Generhaltung eines in Österreich tief verwurzelten Rindes am Herzen und zum anderen hat uns das hochqualitative Fleisch überzeugt“, betont Johannes Auer.

Das Fleisch der Waldviertler Blonden ist dunkler und fettärmer als übliches Rindfleisch dafür feinfasriger und geschmackvoller. Den Sommer verbringt das Vieh auf der Herrenalm. „Uns ist wichtig, dass den Tieren das Beste, was wir ihnen bieten können, geboten wird“, sagt Monika Auer. Die Tiere stehen bei der Familie Auer im Vordergrund, „daher haben wir uns auch für einen Bio-Betrieb entschieden. Unser nachhaltiges, tierfreundliches Handeln entspricht unseren Werten und dem Bio-Standard.“