1.210 wollen in Scheibbs mitreden

Erstellt am 10. Februar 2022 | 07:27
Lesezeit: 4 Min
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Freuen sich über den guten Rücklauf der Fragebogenaktion, von links: die Stadträte Werner Ratay, Joseph Hofmarcher, Bürgermeister Franz Aigner, die Stadträte Alena Fallmann und Johann Huber, Gemeinderätin Adelheid Ressl und Vizebürgermeister Martin Luger.
Foto: Eplinger
Fragebogenaktion ist abgeschlossen. Bis Ende März erfolgt die interne Auswertung und Aufbereitung. Neben NÖ.Regional wird auch die Agentur „petrichor“ mitwirken. Stadtrat vergab Auftrag.
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„Scheibbs fragt ... und alle reden mit“ lautete das Motto der Fragebogenaktion, die in den vergangenen zwei Monaten in der Bezirkshauptstadt und den Bezirksgemeinden lief. Sie bildet auch den Startschuss für die neue Phase der Stadterneuerung XL, in die Scheibbs seit 1. Jänner dieses Jahres offiziell aufgenommen ist.

Das mit dem „... und alle reden mit“ erfüllte sich letztendlich aber nicht so ganz. Insgesamt 1.210 Fragebögen sind ausgefüllt zurückgekommen (inklusive Online-Befragung). Davon waren „nur“ knapp 670 von Scheibbser Gemeindebürgerinnen und -bürgern. Der Rest kam von Personen aus den umliegenden Gemeinden des Scheibbser Bezirks, die auch zur Teilnahme eingeladen waren. „Wir sind zufrieden. Vor allem, dass wir 540 Antworten aus dem Bezirk bekommen haben, hat uns überrascht. Dagegen hätten wir uns aber gerade von der Scheibbser Bevölkerung noch etwas mehr Rücklauf erhofft“, sagt Bürgermeister Franz Aigner (ÖVP).

Es ist sicher kein Nachteil, wenn nicht nur wir Politiker auf der Bühne stehen.“ franz aigner Bürgermeister, ÖVP

Die 670 Fragebögen aus Scheibbs bedeuten rund 16 Prozent der Bevölkerung. Betrachtet man es nach Haushalten dann liegt die Rücklaufquote in der Stadt immerhin bei 32 Prozent. „Auf alle Fälle gibt es viele Ideen und Anregungen und auch über 20 Personen, die sich gemeldet haben, die im Zuge des Stadterneuerungsprozesses in den nächsten vier Jahren in Arbeitsgruppen mitwirken wollen“, freut sich Aigner.

Denn die Fragebogenaktion ist der erste Schritt der neuen Dorf- und Stadterneuerung XL, bei der man mit Christina Fuchs von der NÖ.Regional eine sehr engagierte Betreuerin hat. Trotzdem hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung am Dienstag der Vorwoche beschlossen, auch die Agentur „petrichor“ aus Wieselburg mit ins Boot zu holen, nachdem man bereits im Vorjahr drei externe Agenturen zu einer Präsentation eingeladen hatte. „Wir halten es für sehr wichtig, dass wir hier auch von einer professionellen externen Agentur mit österreichweiter Erfahrung begleitet werden“, betont BUGS-Stadtrat Joseph Hofmarcher. „Dadurch werden auch nicht nur wir Politiker auf der Bühne stehen. Das ist sicher kein Nachteil“, ergänzt Aigner.

„Petrichor“ hat die Stadträte mit ihrem Konzept und ihrer Erfahrung überzeugt. Zudem gibt es mit Co-Inhaber Johannes Woller, der die Geschäfte gemeinsam mit Brigitte Maier führt, einen Scheibbs-Bezug. Denn Woller ist gebürtiger Scheibbser. Betreut wird die Stadt allerdings von Sarah Helm, die auch langjährige Erfahrung aus dem Stadtmarketing Waidhofen mitbringt.

„Der Mix von NÖ.Regional und der Agentur petrichor ist sicher ideal für die Projektentwicklung insgesamt. Damit sind auch zwei unterschiedliche Blickwinkel und Herangehensweisen von außen eingebunden“, sagt auch SPÖ-Stadtrat Johann Huber.

Im Februar und März werden die eingelangten Fragebögen nun ausgewertet und aufbereitet. Gegen Ende der zweiten Märzwoche soll es zunächst einen internen Kick-off-Termin mit Gemeindevertretern und Entscheidungsträgern geben, ehe am 31. März um 19 Uhr die Auftaktveranstaltung samt Präsentation der Umfrageergebnisse im kultur.portal stattfinden soll. Mit 1. April soll dann auch ein eigenes Stadtentwicklungs-Büro in einem aktuell leer stehenden Gebäude der Scheibbser Innenstadt eröffnet werden.

„Im April, Mai und Juni haben wir dann Gretzlgespräche und Workshops geplant, in denen wir die endgültigen Themenbereiche der Arbeitsgruppen festlegen wollen. Das Ziel ist: die Marke Scheibbs für die Zukunft entsprechend fit aufzustellen und möglichst viele Projekte im Zuge der Stadtentwicklung zu verwirklichen. Dafür werden wir auch einiges an Geld in die Hand nehmen“, versichert Bürgermeister Franz Aigner.

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