Gefährliche Kreuzung:Grüner Vorstoß vorerst ohne Erfolg

Erstellt am 25. Juli 2017 | 05:00
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Grün-Gemeinderat Raimund Holzer (Bild) und sein Fraktionskollege Robert Teufel forderten in der jüngsten Gemeinderatssitzung verkehrssichernde Maßnahmen und verbesserte Bodenmarkierungen im Bereich der Kreuzung Bürgerspital, Gaminger Straße und Kardinal-König-Brücke.
Foto: NOEN, Eplinger
Grüne fordern verkehrssichernde Maßnahmen bei der Kreuzung Bürgerspital und auf der Gaminger Straße.
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Die Grünen machten mittels Dringlichkeitsantrag bei der jüngsten Gemeinderatssitzung auf die gefährliche Verkehrssituation im Bereich Kreuzung Bürgerspital und Gaminger Straße zum Thema und forderten verkehrssichernde Maßnahmen in diesem Bereich sowie einen Radweg für die Gaminger Straße.

Erst vor Kurzem waren an dieser Kreuzung zwei schwere Verkehrsunfälle passiert, wenngleich glücklicherweise ohne schwerere Verletzungen.

„Wir müssen etwas unternehmen und das Thema nicht auf die lange Bank schieben. Zumindest sollten wir Bodenmarkierungen beschließen und schnellstmöglich anbringen, um auf diese gefährliche Kreuzung und eine geordnete Verkehrsführung besser hinzuweisen“, fordert Grün-Sprecher Raimund Holzer.

„Wir können nicht einfach was hinmalen“

„Das geht so einfach nicht, denn die Gemeinde hat bei Straßenmarkierungen keine Zuständigkeit und kann nicht einfach was hinmalen. Verkehrsleiteinrichtungen müssen von der Bezirkshauptmannschaft verordnet werden – auch auf Gemeindestraßen“, widerspricht VP-Bürgermeisterin Christine Dünwald und aberkannte im Gemeinderat mit Mehrheitsbeschluss auch die Dringlichkeit des Grünen Antrags.

Man hätte ohnedies schon zwei Wochen vor der Sitzung einen Termin mit dem Verkehrssachverständigen bei der Bezirkshauptmannschaft beantragt. „Die Sache ist im Laufen. Der Dringlichkeitsantrag der Grünen war einfach eine sehr populistische Aktion“, sagt Dünwald.

Auch erneute Absage für einen Rad- und Gehweg

Auch der in Verbindung mit diesem Antrag erneuten Diskussion über einen möglichen gemischten Rad- und Gehweg in Richtung Freibad und Sportzentrum erteilt die Bürgermeisterin derzeit eine Absage. „Die Angelegenheit wurde schon drei Mal im Ausschuss diskutiert, doch uns fehlt in diesem Bereich der notwendige Grund, um die Mindestbreite für einen Geh- und Radweg zu schaffen. Da müssen wir gewisse ohnehin geplante Baumaßnahmen in diesem Bereich noch abwarten“, sagt Dünwald gegenüber der NÖN.

Das stößt wiederum Grün-Gemeinderat Raimund Holzer etwas sauer auf: „Gerade im Sommer fahren dort viele Jugendliche mit dem Fahrrad und es kommt immer wieder zu gefährlichen Situationen. Ein gemischter Rad- und Gehweg mit Hochbord wäre ein wichtiges und dringliches Vorhaben. Auch wenn wir nur an rund 55 Prozent des Weges die gewünschte Breite erreichen würden, könnten wir dort einfach mehr Bewusstsein schaffen und so zur Verkehrssicherheit beitragen.“

Übrigens: Im Ausschuss wurden im Vorjahr schon einmal die Grobkosten für diesen Rad- und Fußweg erhoben. Damals lag man um die 280.000 Euro.

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