Gemeinde als „Umweltsünder“?

Erstellt am 05. April 2022 | 14:00
Lesezeit: 2 Min
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Blühende Sträucher wurden in Scheibbs radikal zurückgeschnitten.
Foto: Peter Fischer-Colbrie
Den Spaziergänger erreichte am Samstag ein Brief von Peter Fischer-Colbrie sowie Renate und Hubert Rausch im Namen „umweltbewusster Bürger“, die sich über einen Baumschnitt des Scheibbser Bauhofes massiv geärgert haben.
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„Leider war das kein Scherz am 1. April“, betonen die Briefschreiber. Sie hatten versucht, die Mitarbeiter des Bauhofes davon abhalten, in voller Blüte entlang der Lastenstraße stehende Sträucher radikal zurückzuschneiden. Auf die Frage, warum sie diesen Umweltfrevel nicht stoppen, hieß es: Das wurde im Bauausschuss so entschieden und angeordnet. Als Grund für die Maßnahme wurde der Lichtmangel für die Bewohner der Uferstraße angeführt.

„Ja wo gibt es denn so etwas, dass solche, die Umwelt betreffende Maßnahmen in einem Bau- und nicht in einem Umweltausschuss beschlossen werden?“, fragen sich Fischer-Colbrie & Co. Die Schnittmaßnahmen während der Blüte seien nämlich nicht nur aus gärtnerischer Sicht vollkommener Unsinn, sondern auch ökologisch für den gerade beginnenden Insektenflug eine Katastrophe. Da legen dieselben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Sommermonate engagiert und mit viel Aufwand Blühwiesenfleckchen als Bienenweiden an, die gerade vorhandene, ökologisch wertvolle Blütenpracht wird aber ohne Notwendigkeit entfernt. „Verrückt – oder?“, fragen die Briefschreiber.

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