Geschlagen oder nur „dastessn“?. Security soll bei Fest Gast verletzt haben: „Wir haben ihn nur hinaus begleitet.“

Von Karin Katona. Erstellt am 23. Januar 2020 (05:41)
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APA (Symbolbild)

Als vermutlicher Täter, nicht als Beschützer, stand ein Angestellter einer Security-Firma am vergangenen Mittwoch vor dem Bezirksgericht. Er soll einen jungen Burschen im vergangenen Sommer bei einem Fest in Lunz zu Boden gestoßen und gewürgt haben, worauf dieser Verletzungen an Kopf, Hals und Schulter erlitten haben soll.

Der Security-Mann, der gemeinsam mit einem Kollegen den Eingangsbereich sicherte, bekennt sich nicht schuldig und schildert den Fall aus seiner Sicht: „Der Bursch ist schon völlig betrunken zum Fest gekommen. Er hat mit dem Veranstalter diskutiert, der ihn dann hinein gelassen hat.

Denn normalerweise müssen Betrunkene draußen bleiben.“ Auf dem Fest habe sich der junge Mann durch aggressives Verhalten nach kurzer Zeit wieder in Schwierigkeiten gebracht und sei „hinaus begleitet“ worden: „Mein Kollege und ich haben uns bei ihm eingehängt und haben ihn rausgebracht. Kurz darauf habe ich ein Geräusch gehört, als würde jemand gegen den Bauzaun stoßen, und habe jemanden gesehen, der sich aufrappelt.“

Körperkontakt, Stoßen oder Schläge habe es bei der Aktion nicht gegeben, betonen beide Securitys: „Betrunkene ‚dastessn‘ sich doch dauernd.“ Das „Opfer“ schaffte es leider nicht zur Verhandlung. Der junge Mann hatte die Ladung falsch gelesen und war unterwegs zum Landesgericht St. Pölten. Die Wahrheitsfindung wurde vertagt, bei einem noch zu fixierenden Termin sieht man sich wieder.