Güterweg-Sanierung nur gemeinsam machbar

Um 350.000 Euro wird Güterweg Hartberg in Scheibbsbach generalsaniert.

Erstellt am 28. August 2020 | 06:01
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Lokalaugenschein bei der Güterweg-Baustelle Hartberg, von links: Stadtrat Johann Huber (A1), Stadtamtsdirektor Gerhard Nenning, Christine Fuchsluger (Agrarbezirksbehörde), Josef Brandl (Firma Brandl), Gerhard Kaufmann (Agrarbezirksbehörde), Friedrich Bendinger (Obmann der Güterweggemeinschaft), Engelbert Wiedenhofer (Güterweggemeinschaft) und Bürgermeister Franz Aigner.
Foto: Eplinger

Sechs Liegenschaften verbindet der 2,2 Kilometer lange Güterweg Hartberg in Scheibbsbach. Ende der 60er-Jahre ist er erstmals angelegt worden, zehn Jahre später wurde er asphaltiert. Aktuell wird er seit April generalsaniert. Die Kosten belaufen sich auf insgesamt 350.000 Euro.

Ein Projekt, das zeigt, dass moderne Infrastruktur im ländlichen Raum nur als Gemeinschaftsprojekt realisierbar ist. Im konkreten Fall tragen Land, Bund und EU diesen Güterweg 65 Prozent der Kosten (227.500 Euro), die Stadtgemeinde Scheibbs beteiligt sich mit 20 Prozent (70.000 Euro). Die restlichen 15 Prozent übernimmt die Güterweggemeinschaft Hartberg. „Es ist erst das zweite Mal in den letzten Jahren, dass wir in der Gemeinde Scheibbs eine derart hohe Förderung für einen Güterweg erhalten haben. Aber die ist wichtig, um die ländliche Infrastruktur aufrecht zu erhalten“, erklärt Bürgermeister Franz Aigner (ÖVP). Die Fertigstellung des neuen Güterweges, der neben dem neuen Straßenaufbau samt Asphaltierung auch eine völlig neue Entwässerung sowie bergseitig neue Randleisten beinhaltet, ist für Dezember geplant. „Die neue Wasserableitung hat sich bei den ersten Unwettern jetzt im Sommer bereits bewährt, obwohl sie noch gar nicht ganz fertig ist“, freut sich Christine Fuchsluger von der Agrarbezirksbehörde Abteilung Güterwege.

Mit im Boot bei dem Projekt ist auch A1. Denn neben der Generalsanierung des Güterweges wurde auch eine Leerverrohrung für Breitbandinternet mitverlegt. „Das ist die einzige Chance, dass schnelles Internet auch in entlegene Gebiete kommen kann. A1 nimmt immer noch sehr viel Geld in die Hand, um hier Bandbreiten von bis zu 300 Megabit pro Sekunde oder mehr möglich zu machen“, weiß Johann Huber, der in doppelter Rolle eingebunden ist – als A1-Mitarbeiter und SPÖ-Stadtrat in Scheibbs. A1 übernimmt auch die Instandhaltung der Leitungen. Ob schnelles Internet von den Kunden genutzt wird, ist dann immer noch deren Entscheidung. „Sie müssen ein deutlich hochwertigeres Produkt kaufen als die jetzige Kupferleitung, die hier aktuell nur eine Bandbreite von unter 100 Megabit pro Sekunde bietet“, weiß Huber.