Historisch wandern im Burgerhofwald. Seit 1802 finden Grenzbegehungen des Burgerhofwaldes statt. 90 Teilnehmer waren heuer mit dabei.

Erstellt am 11. Oktober 2017 (04:27)
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Trotz relativ widrigen Wetterverhältnissen beteiligten sich um die 90 Gemeindebürger mit Bürgermeisterin Christine Dünwald an der Spi-tze (Mitte) am Samstag bei der Grenzbegehung des Burgerhofwaldes.
Gemeinde

Seit dem Jahre 1802 – unterbrochen nur durch die beiden Weltkriege – findet in Scheibbs alle zehn Jahre eine Grenzbegehung des 165 Hektar großen Burgerhofwaldes statt.

Am Samstag war es daher nach der letzten Begehung am 15. September 2007 wieder soweit: Rund 90 Teilnehmer machten sich um 8 Uhr vom Badparkplatz aus auf, um gemeinsam den Verlauf der Grenze des Waldes abzugehen. Dabei hatten sie nicht nur mit dem teilweise sehr steilen Gelände zu kämpfen, auch das Wetter machte mit Kälte und teilweise starkem Regen einer gemütlichen Wanderung einen Strich durch die Rechnung. Die Teilnehmer waren aber allesamt gut ausgerüstet und konnten sich an der Labstelle beim Haus Schwarzenberg bestens mit heißem Tee und Sturm stärken.

Der gemütliche Ausklang der diesjährigen Grenzbegehung fand bei der Schießstätte der Schützengilde am Burgerhof statt, wo eine Gedenkscheibe von allen 90 Teilnehmern beschossen wurde. Traditionell wurden auch heuer wieder Jausenbretter zum Andenken verteilt.

Ursprünglich diente die Begehung Burgerhofwaldgrenze der Sicherung der Grundgrenzen. Heute sind die Grenzen vermessungstechnisch gesichert, der Stadtgemeinde ist es trotzdem ein Anliegen, dass die Bürger durch eine persönliche Begehung die Grenzen des Gemeindewaldes sowie seinen Zustand und seine Bewirtschaftung vor Ort kennenlernen können.