Job-Sharing in der Praxis. Der 51-jährige Allgemeinmediziner Martin Egger teilt sich seine Kassenordination ab kommenden Jahr mit seiner Gattin Alexandra. Gresten weiter unbesetzt.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 27. September 2017 (05:00)
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Symbolbild

Sich seine Kassenordinationsstelle zu teilen, wird eine immer beliebtere gelebte Praxis im österreichischen Gesundheitswesen. Ab dem kommenden Jahr gibt es auch in Scheibbs eine sogenannte „Job-Sharing-Praxis“. Allemeinmediziner Martin Egger (51) wird sich ab Jänner seine Kassenpraxisstelle mit seiner Gattin Alexandra (45) teilen.

"Noch intensiver um Patienten kümmern"

Das Ziel dahinter sind eine gesteigerte Qualität in der Patientenbetreuung und erweiterte Ordinationszeiten. „Wir wollen uns einfach noch intensiver um unsere Patienten kümmern können und auch eine zweite Abendordination einführen, von der vor allem auch berufstätige Patienten profitieren sollen“, schildert Martin Egger im NÖN-Gespräch.

Die gemeinsame Ordination verbleibt in der Rathausgasse 3 (direkt gegenüber dem Schwarzen Elefanten). Auch wird Alexandra Egger weiterhin im Landesklinikum Scheibbs auf der Palliativ-Station arbeiten.

Bereits zum 24. Mal Stelle ausgeschrieben

Weiterhin Warten auf einen praktischen Arzt heißt es in Gresten. Dort wird die offene Planstelle, die seit der Pensionierung von Wolfgang Kammerer im April 2016 vakant ist, nun bereits zum 24. Mal ausgeschrieben.

„Wir konnten zwar in den letzten Wochen 14 neue Hausärzte und sechs neue Fachärzte bestellen, es gibt in Niederösterreich aber aktuell weitere vier Kassenstellen von praktischen Ärzten, die bereits mehr als 20 Mal ausgeschrieben worden sind“, weiß Birgit Jung, Pressesprecherin der NÖ Ärztekammer.

Neben Gresten sind das Stellen in Aspangberg im Bezirk Neunkirchen, bei der ebenfalls die 24. Ausschreibung läuft, Laa/Thaya (22) und Groß-Siegharts (20). Insgesamt wurden sieben Hausarztstellen in Niederösterreich schon mehr als drei Mal ausgeschrieben. „Gresten ist eine der schwierigsten Planstellen – warum können wir uns aber selbst nicht wirklich erklären“, sagt Jung.