Mit großem Elan viele Projekte umgesetzt. Bürgermeisterin Christine Dünwald zog eine zufriedenstellende Bilanz über 2017 und geht mit Optimismus und vielen Ideen ins neue Jahr.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 16. Januar 2018 (04:00)

Der Rathaussaal platzte am Freitagabend wieder aus allen Nähten. Die Stadtgemeinde Scheibbs hatte das „offizielle Scheibbs“ – Mandatare, Behörden-, Wirtschafts- und Banken- sowie Vereinsvertreter – zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang eingeladen.

Dabei stahl das Scheibbser Jazztrio und vor allem Timna Engelmayer den Hauptakteuren – Bürgermeisterin Christine Dünwald und Vizebürgermeister Franz Aigner – fast ein wenig die „Show“. Denn vor allem Timna Engelmayer beeindruckte die Gäste mit ihrer Stimme.

Nichtsdestotrotz gehörte Bürgermeisterin Christine Dünwald der Hauptteil des Abends – sowohl bei der Ehrung verdienter Scheibbser als auch bei ihrer Neujahrsansprache. Dünwald zog eine zufriedenstellende Bilanz über das Jahr 2017 und gab einen optimistischen Ausblick auf das neue Jahr. „Wir sind sehr verantwortungsvoll mit dem Steuergeld umgegangen. Dass man damit nicht immer alle Begehrlichkeiten erfüllen kann, ist klar. Aber dank des Engagements aller Beteiligten können wir die Aufwärtsentwicklung unserer Gemeinde auch in den nächsten Jahren weiterführen“, ist Dünwald überzeugt.

Besonders vor den Vorhang holte sie den Verein „Die Badretter“, der dank der ehrenamtlichen Tätigkeit der Mitglieder den Fortbestand des Allwetterbades gesichert hat – auch wenn sich das in den Besucherzahlen noch nicht wie erhofft widerspiegelt. „Die Besucherzahlen waren 2017 leider rückläufig. Hatten wir 2016 noch 8.577 Badegäste, so waren es im Vorjahr nur mehr 6.284“, berichtete Dünwald. Vor allem die erwachsenen Badegäste (um 1.000 Vollzahler weniger) blieben aus. Trotzdem gab es in den letzten Monaten – auch dank höherer Eintrittspreise – mehr Einnahmen im Bad.

„Möge die Anzahl derer, die uns im Magen liegen, weniger, dafür jene derer, die uns am Herzen liegen, mehr werden. Anatomisch ist der Weg nicht weit. Was spricht dagegen?“Vizebürgermeister Franz Aigner

2018 werden die Projekte Hotel-Neubau, Kinderspielplatz Töpperpark und Heuberg-Brücke, und einige Straßen-, Kanal- und Wasserleitungsbauprojekte die Stadtentwicklung prägen.
Lobende Worte für Scheibbs gab es auch von den Ehrengästen. Bezirkshauptmann Johann Seper bedankte sich für die gute Zusammenarbeit zwischen Stadt und Behörde und wünscht sich für 2018, dass „das Verbindende, Wertschätzende und Miteinander im Vordergrund stehen.“

„Sie alle machen die Schönheit von Scheibbs aus, in dem Sie sich in die Entwicklung der Stadt einbringen“, unterstrich auch Landtagsabgeordneter Anton Erber das große Engagement der Scheibbser. Und auch Nationalratsabgeordneter Andreas Hanger schloss sich diesen Worten an: „Es ist als Gemeindeverantwortliche nicht immer leicht, die Waage zwischen verantwortungsvoller Finanzpolitik und engagierten Projekten zu halten. Aber gemeinsam ist das zu schaffen.“

Ehrungen der Stadtgemeinde Scheibbs

Goldene Ehrennadel der Stadt Scheibbs

Therese Speiser für ihr Engagement als Obfrau des Seniorenbunds Scheibbs

  • Therese Speiser wirkte von Mai 2015 bis September 2017 als Obfrau des Seniorenbunds Scheibbs. Die größte Aufgabe in ihrer Tätigkeit war der NÖ Senioren Landeswandertag in Neubruck im Jahr 2015 gemeinsam mit der Ortsgruppe St. Anton. Diese Veranstaltung war mit ca. 2400 Wanderern und Gästen aus ganz NÖ eine große Herausforderung für das gesamte Veranstaltungsteam. Des Weiteren wurden unter ihrer Ära zahlreiche Tages- und Mehrtagesfahrten, Wanderungen, monatlichen Treffen wie kegeln, Kartenspielen, bowlen und singen durchgeführt und damit eine aktive Gemeinschaft gelebt.

Franz Daurer für seine langjährige Tätigkeit als Chorleiter beim Sängerbund Neustift

  • Franz Daurer übernahm im Juli 1997 die Chorleitung des gemischten Chors von August Höllmüller. Mit seiner Musikalität, seinem Engagement und seinem Ehrgeiz entwickelte er den Chor weiter und bereicherte ihn mit neuen Ideen gleich dem Motto „Altes, traditionelles erhalten, jedoch Neuers gestalten“. Highlights im Scheibbser Veranstaltungsjahr sind das traditionelle Schlosshofkonzert und das Adventsingen, das wegen des großen Andranges vor einigen Jahren von der Klosterkirche in die größere Pfarrkirche verlegt wurde.
  • Für seine 20jährige Chorleitertätigkeit beim Sängerbund erhielt er im vergangen Jahr seitens des Chorverbandes für NÖ und Wien die Goldene Chorleiterehrennadel.

Andreas Buchebner für sein Engagement als Obmann der Stadtkapelle Scheibbs

  • Andreas Buchebner lenkte in der Funktion als Obmann 9 Jahre die Geschicke der Stadtkapelle Scheibbs. Im Frühjahr des vergangenen Jahres, im 50. Bestandsjahr der Stadtkapelle, legte er seine Funktion zurück – seine Nachfolge trat übrigens sein bisheriger Stellvertreter Leopold Thomasberger an.

Ein großes Dankeschön ergeht an den ehemaligen Obmann Andreas Buchebner, der seine Funktion mit großem Engagement und großer Hilfsbereitschaft ausgeführt hat.

  • Highlights in seiner Zeit als Obmann der Stadtkapelle waren unter anderem das jährliche traditionelle Schlosshofkonzert, die Erntedankfrühschoppen am Scheibbser Rathausplatz, das Bezirksmusikfest mit Marschmusikbewertung im Rahmen der Landesausstellung im Jahr 2015 in Neubruck und die hervorragenden Ergebnisse bei Marsch- und Konzertwertungen.

Johann Hans Huber für sein langjähriges Engagement als Obmann und Georg Hudl für sein langjähriges Engagement als Kapellmeister der Stadtmusik Scheibbs

  • Im Jahr 2018 feiert die Stadtmusik Scheibbs bereits das 32jährige Bestehen. Unter Gründungsobmann Mag. Martin Kasa und Gründungskapellmeister Dr. Georg Bissinger entstand die Stadtmusik aus der Jugendkapelle der Stadtkapelle Scheibbs heraus. 1985 begann man mit den Proben, die konstituierende Sitzung zur Gründung erfolgte im Jahr 1986. Das erste Konzert gab es am 25.04.1987 unter dem Titel „Die Stadtmusik stellt sich vor“. Aufgrund dieser Entstehungsgeschichte gab es früher zwischen Stadtmusik und Stadtkapelle Scheibbs die eine oder andere Verstimmung – heute pflegt man aber ein gutes Verhältnis zueinander – und Scheibbs ist in der glücklichen Lage zwei hochkarätige Blasmusikvereine in der Stadt zu haben. Die Stadtmusik zeigt sich in ihrem musikalischen Wirken immer offen für viele Musikrichtungen und Musikstile. Neben der traditionellen Blasmusik wird auch gerne jazziger Big Band Sound, Bläser-Kammermusik und Musiktheater gespielt. Im Jahr 2008 erhielt die Stadtmusik Scheibbs den Kulturpreis der Stadt Scheibbs.

Hofrat Dip.-Ing. Gerhard Stierschneider für sein langjähriges Engagement als Leiter der Regionalstelle Scheibbs der Fachabteilung Güterwege

  • Seit 15 Jahren ist DI Stierschneider Chef der Scheibbser Güterwegabteilung. Ab 2018 zieht er sich nach mehr als 30 Jahren im Güterwegebau aus dem aktiven Berufsleben zurück. Um mehr als 1000 Kilometer hat sich in seiner Ära das ländliche Wegenetz im Mostviertel vergrößert. Aktuell stehen 20 Projekte auf der To-do-Liste, viele weitere sind in Ausarbeitung. Gefördert werden diese Projekte mittels Kofinanzierung von EU, Bund, Land Niederösterreich, den Gemeinden sowie den Kostenbeiträgen der Beitragsgemeinschaft. Bei Planung und Projektierung wird großer Wert auf eine naturnahe Wegeführung, die wenig Eingriffe ins Landschaftsbild erfordert, gelegt. Neben dem Neubau wird die Erhaltung bestehender Wege immer wichtiger. Landesweit beträgt das ländliche Wegenetz in NÖ rund 30.000 Kilometer, das Mostviertel kommt auf beinahe 10.000 Kilometer derartiger Lebensadern.

IFIT – Institut zur Förderung des IT-Nachwuchses für das langjährige österreichweite und internationale Engagement mit über 10.000 KursteilnehmerInnen

  • Das Institut zur Förderung des IT-Nachwuchses (IFIT) ist die größte aktive MINT-Förderorganisation in Österreich (MINT = Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), die altersgerecht gestaltete Technologie-Workshops für Kinder und Jugendliche organisiert und durchführt. Ziel ist, den Nachwuchs durch verschiedene Aktivitäten für die Informationstechnologie und Technik zu begeistern. Der gemeinnützige Verein wird rein ehrenamtlich geführt und finanziert sich fast ausschließlich privat. Lediglich rund 5 % des Jahresbudgets stammen aus Zuwendungen der öffentlichen Hand. Auch im sechsten Bestandsjahr feierte das Institut ein Rekordjahr. So führte die Organisation im Jahr 2017 insgesamt 207 Technologie-Workshops durch und konnte dabei 2906 Teilnehmer begrüßen. Als Jahreshöhepunkte lassen sich die Begrüßung des 10.000-sten Kursteilnehmers, die Etablierung des Junior-Studiums „Coding & Robotics“ im Rahmen der Begabtenakademie NÖ oder die Teilnahme an der Global Conference on Educational Robotics in Norman (Oklahoma, USA) inkl. Gewinn des Weltmeistertitels nennen.

Die Ehrung wurde vom 1. Obmann-Stellvertreter des Vereins Franz Muthentaler in Vertretung von Obmann Mag. DI Bernhard Löwenstein entgegengenommen, da dieser zum Zeitpunkt der Verleihung im Ausland weilte.