Schauspieler „Hubsi“ Kramar kandidiert. Der 69-jährige gebürtige Scheibbser Schauspieler, Regisseur und Aktionist Hubert Kramar tritt für die Liste Pilz an.

Von Markus Glück und Karin Katona. Erstellt am 30. August 2017 (05:00)
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Liste Pilz-Regionalwahlkreis-Spitzenkandidat und ehemalige Klubsprecher der Melker Grünen, Peter Pruzina (links) und der Scheibbser Hubert Kramar, Nummer zwei auf der Regionalwahlkreisliste.
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Er ist Schauspieler, Regisseur, Produzent und Aktionist – und Kandidat der Liste Pilz: Der gebürtige Scheibbser Hubert „Hubsi“ Kramar, bekannt als Polizeipräsident Rauter im Österreich-Tatort, kandidiert sowohl als Zweiter hinter dem Melker Peter Pruzina auf der Regionalwahlkreisliste als auch auf Platz elf der Landesliste.

Als Politiker im herkömmlichen Sinn sieht sich Kramar allerdings nicht, und will sich auch nicht das Etikett „links“ aufdrücken lassen: „Die großen Parteien sind längst von ihren Prinzipien abgefallen, dadurch verlieren sie das Vertrauen der Wähler. Mir geht es um soziale Gerechtigkeit, um die gerechte Verteilung von Vermögen, auch um die Besserstellung von Frauen in der Gesellschaft.“

„Eine Gesellschaft ist so stark, wie sie mit den Schwachen umgeht."

Sein politisches Motto: „Eine Gesellschaft ist so stark, wie sie mit den Schwachen umgeht.“ Die Menschen fühlten sich von der Politik verraten: „Wir wählen sie, weil wir uns Leistungen in den Bereichen erwarten, die uns am meisten betreffen: Bildung, Gesundheit und Soziales. Und gerade da lassen sie uns im Stich.“ An der Liste Peter Pilz gefalle ihm, „dass es eine Bewegung ist, keine One Man Show. Wir kämpfen für das, was uns alle angeht.“

Hubert Kramar liegt für das Mostviertel das Thema Nachhaltigkeit am Herzen: „Zu starke Verbauung, Verkehrsprobleme, Unterstützung der Bauern bei biologischer Landwirtschaft, mit noch mehr Fokus auf Tierschutz.“ Selbst, wenn der Einzug in den Nationalrat unrealistisch scheint, ist Kramar zuversichtlich: „Man muss auch für das scheinbar Unmögliche kämpfen. Weil die Menschen viel zu früh aufgeben, ist es zu den heutigen politischen Problemen gekommen.“