Neuer Pfarrer steht fest. Rückkehr in die Heimatregion: Der gebürtige Purgstaller Anton Hofmarcher (45), aktuell Pfarrer in Krems-St. Paul, soll ab September neuer Pfarrer in Scheibbs werden.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 02. April 2019 (03:20)
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Anton Hofmarcher wird mit 1. September Pfarrer in Scheibbs und St. Georgen/Leys.

Hochoffiziell wird es zwar erst irgendwann im Sommer, aber die Entscheidung hinsichtlich der Nachfolge von Karl Hasengst als Pfarrer von Scheibbs und St. Georgen/Leys ist gefallen. Der 1973 in Purg-stall geborene Anton Hofmarcher, aktuell Pfarrer in Krems-St. Paul, wird mit 1. September die Pfarren Scheibbs und St. Georgen/Leys übernehmen. Karl Hasengst (70) geht in Pension, bleibt vorerst aber noch bis 2021 als Dechant im Dekanat Scheibbs tätig.

„Anton Hofmarcher ist mein absoluter Wunschkandidat“, sagt Karl Hasengst, der die Entscheidungsfindung in der Diözese sehr maßgeblich mitgestaltet hat, wie er selbst sagt.

Anton Hofmarcher ist in Purgstall geboren und aufgewachsen. Seit seinem zehnten Lebensjahr ist der heute 46-Jährige aber schon „auf Wanderschaft“. Denn ab seinem zehnten Lebensjahr besuchte er das Stiftsgymnasium Melk – „Ich war dort im Internat und kam immer nur am Wochenende nach Hause“ –, danach studierte er Theologie in St. Pölten und Innsbruck. 1997 begann Hofmarcher seine Tätigkeit als Pastoralassistent in der Pfarre St. Valentin, wirkte ein Jahr als Diakon und wurde 1999 zum Priester gewählt.

„Die Anfrage ist total überraschend gekommen. Scheibbs bedeutet für mich schon nochmals einen völligen Neubeginn.“Anton Hofmarcher

2000 wechselte er als Kaplan nach Waidhofen/Thaya und 2003 nach Krems-St. Paul, wo er seit 1. September 2008 als Pfarrer wirkt und in der Bevölkerung sehr beliebt ist. Das zeigte sich auch bei den Feiern zum 15-jährigen Priesterjubiläum im Vorjahr, wo ihm die Pfarrgemeinde ein großes Überraschungsfest bereitete.

„Eine Pfarrgemeinde ist ein recht lebendiges Miteinander von vielen Menschen und Runden, wie ein Rad mit vielen Speichen, die in der Mitte zusammenfinden – und die Mitte ist Jesus Christus“, sagt Anton Hofmarcher, für den die neue Aufgabe sehr überraschend kam.

„Ich bin schon sehr beheimatet in Krems und habe mir diesen Schritt daher auch reiflich überlegt. Denn es wird einerseits ein großer Abschied von Krems und andererseits ein völliger Neubeginn für mich in Scheibbs“, betont Hofmarcher, dessen Kontakte mit der Erlauftal-Region sich in den letzten Jahren auf Verwandtschaftsbesuche beschränkt haben. Seine Mutter und vier Geschwister mit ihren Familien leben ja noch in der Region.