Neuer Standort? Billa und Spar geben sich bedeckt. In Scheibbs hatte man schon heuer auf konkrete Projekte gehofft. Noch heißt es warten.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 27. November 2020 (06:05)
Die 1986 errichtete Billa-Filiale in der Erlaufpromenade sollte eigentlich schon heuer erneuert und modernisiert werden. Doch vorerst bleibt noch alles beim Alten. „Die Planung steht noch“, heißt es seitens der Rewe-Group. Wie lange der Libro-Markt im Obergeschoß noch in Scheibbs beheimatet sein wird, ist auch unsicher. Denn eigentlich galt dessen Absiedelung aus Scheibbs mit der Modernisierung des Gebäudes als beschlossen.
Christian Eplinger

Zu Jahresbeginn war VP-Bürgermeister Franz Aigner noch guter Dinge, dass im Laufe des Jahres einiges an neuer zusätzlicher Frequenz in die Innenstadt kommen werde. Vor allem die Pläne der beiden Lebensmittel-Großhändler Billa und Spar ließen ihn optimistisch nach vorne schauen.

Der Rewe-Konzern hatte eine Rundum-Erneuerung der 1986 errichteten Billa-Filiale in der Erlaufpromenade in Aussicht gestellt. Gleichzeitig zeigte der Spar-Konzern Interesse, seine 2005 im Gewerbegebiet errichtete Spar-Filiale in die Innenstadt zu verlegen. Auch ein konkretes Areal wurde bereits ins Auge gefasst: der Bereich hinter der Bezirksbauernkammer beim Parkplatz Pulverturm.

Doch dann kam Corona – und damit verzögerte sich einiges, auch wenn sich die Pandemie für die beiden Lebensmittelkonzerne umsatzmäßig eigentlich positiv ausgewirkt hat. „Beide Seiten agieren aber aktuell sehr zurückhaltend und warten ab. Wobei sich bei Spar vor allem auch die Verhandlungen mit den Grundeigentümern noch in die Länge ziehen dürften“, wie Bürgermeister Franz Aigner gegenüber der NÖN bestätigt. Dennoch hofft er, dass es bald zu definitiven Entscheidungen kommt, denn beide Konzerne wären für die Scheibbser Innenstadt wichtige Frequenzbringer.

Alles weiter in Planung, noch nichts spruchreif

Bei den beiden Konzernen selbst übt man sich aktuell in Zurückhaltung. „Es ist weiterhin alles in Planung. Aber spruchreif ist noch nichts“, erklärt Karin Dorfner von der Kommunikationsabteilung der Rewe-Group. Ähnlich klingt es bei Spar: „Ja, wir haben Interesse an dem Standort im Zentrum. Damit verbunden ist natürlich auch eine zeitgemäße Nahversorgung im Ort – für viele Gemeinden ist das heute leider nicht mehr selbstverständlich. Aufgrund der laufenden Gespräche und Verhandlungen kann ich aber nicht mehr dazu sagen“, erklärt Spar-Pressesprecher Hannes Glavanovits auf Anfrage der NÖN.