Sorgenfalten bei den Landwirten. Bei der Bezirkskonferenz in Randegg standen der Klimawandel und die Herkunftskennzeichnung im Mittelpunkt.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 27. November 2018 (03:00)
Bei der Bezirksbauernbundkonferenz in Randegg, von links: Bauernbund-Direktor Norbert Totschnig, LJ-Bezirksleiterin Julia Plank, Bezirksbäuerin Maria Zulehner, Bezirksobmann Franz Aigner, Gebietsbäuerin Helga Leichtfried, Kammerobmann Anton Krenn und NÖ Bauernbunddirektor-Stellvertreter Paul Nemecek.
NÖ Bauernbund

Die Landwirte haben schon bessere Zeiten gesehen. Darüber waren sich die Anwesenden bei der jüngsten Bezirkskonferenz des Bauernbundes in Rand-egg einig. „Der Klimawandel ist auch im Scheibbser Bezirk angekommen und macht uns ganz schön zu schaffen“, weiß Bezirksobmann Franz Aigner.

„Die heißesten 15 Jahre in der Geschichte der Wetteraufzeichnung waren in den letzten 16 Jahren. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung“, berichtete Kammerobmann Anton Krenn. Einige Landwirte müssten aufgrund des geringen Niederschlags auch bereits Wassertransporte in Anspruch nehmen.

„Die heißesten 15 Jahre in der Geschichte der Wetteraufzeichnung waren in den letzten 16 Jahren. Das ist eine besorgniserregende Entwicklung“Kammerobmann Anton Krenn

Heiß diskutiert wurde von den über 100 Teilnehmern der Konferenz in Folge die von der ÖVP/FPÖ-Regierung beschlossene Dürrehilfe für die Land- und Forstwirtschaft. Diese besteht unter anderem aus einer Versicherungsprämienunterstützung sowie einer Null-Prozent-Kreditaktion und Direktzahlungen. Auf letztere haben nicht alle Betriebe im Bezirk einen Anspruch. Das Land Niederösterreich hat darauf bereits reagiert und für besonders betroffene Betriebe eine zusätzliche Unterstützungsmaßnahme ausgearbeitet, welche in Absprache mit der Bezirksbauernkammer in Anspruch genommen werden kann.

Ein weiteres heißes Thema war die Kennzeichnungspflicht für Großküchen oder Kantinen. „Wir wollen überall dort, wo der Konsument nicht selbst die Wahl der Lebensmittelherkunft hat, klare Verhältnisse schaffen“, referierte unter anderem Norbert Totschnig, der Direktor des Österreichischen Bauernbundes. Weiters ging er auf aktuelle agrarpolitische Entwicklungen auf nationaler und EU-Ebene ein.

Paul Nemecek, Direktor-stellvertreter des NÖ Bauernbundes, informierte über anstehende personelle Weichenstellungen wie den Umstand, dass mit LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf der nächste NÖ Bauernbund-Obmann ab dem Frühjahr 2019 aus dem Scheibbser Bezirk kommen solle.

Übrigens: Bei der jüngsten NÖN.at-Online-Umfrage gabe es ein klares Bekenntnis zur Herkunftskennzeichnung. 92,2 Prozent der User sprachen sich für diese aus. Nur 7,8 Prozent sind dagegen.

Umfrage beendet

  • Seid Ihr für eine Herkunftskennzeichnung für Lebensmittel?