Stadt will E-Mobilität mit E-Car-Sharing ankurbeln. Ein Elektro-Auto für alle. Umweltausschuss-Obmann Hans Huber hofft, in Scheibbs genug Interessenten zu finden, um dem Verein Fahrvergnügen beizutreten.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 24. Januar 2017 (05:13)
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An dieser Stelle am Rathausplatz, direkt vor der Wirtschaftskammer Bezirksstelle, soll im März die E-Ladestation errichtet werden. Umweltausschuss-Obmann Hans Huber und Bürgermeisterin Christine Dünwald hoffen, dann auch ein fahrvergnügen.at-Auto hier stationieren zu können.
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„fahrvergnüngen.at“ nennt sich ein Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, in Gemeinden interessierten Bürgern zumindest ein Elektroauto für die gemeinsame Nutzung zur Verfügung zu stellen. Aktuell ist er in neun niederösterreichischen Gemeinden und in vier Städten vertreten, darunter etwa in Ober-Grafendorf, Neulengbach, Tulln oder Neupölla.

Schon bald könnte mit Scheibbs eine fünfte Stadt hinzukommen. Das hoffen zumindest Umweltausschuss-Obmann Stadtrat Hans Huber (SPÖ) und Bürgermeisterin Christine Dünwald (ÖVP). „Wir haben derzeit aktuell vier bis sechs relativ konkrete Interessenten in Scheibbs, die dem Verein beitreten würden. Um wirklich zu starten, würden wir aber zumindest zehn oder mehr aus unserer Gemeinde benötigen“, weiß Huber und kurbelt daher die Werbetrommel.

Man komme deutlich günstiger

„Das E-Car-Sharing ist vor allem eine Alternative zum Zweit- oder Drittauto. Bis zu einer Kilometerleistung von 5.000 km kommt man mit fahrvergnügen.at deutlich günstiger, als wenn man sich ein Zweitauto zulegen muss – samt allen Versicherungen und Wartungskosten“, erklärt Hans Huber.

Vereinsmitglieder können sich das E-Car, einen Renault Zoe mit einer Reichweite von bis zu 300 km, bis 15 Minuten vor Fahrtantritt via App buchen. Via Handy sieht man auch genau die freien Zeiten und den Ladezustand.

In Scheibbs soll das E-Car-Sharing-Projekt mit der Errichtung der E-Ladestation am Rathausplatz im Frühjahr einhergehen. „Wir hätten einen eigenen Lade-Parkplatz dafür vorgesehen. Es wäre natürlich sehr begrüßenswert, wenn wir hier eine Vorreiterrolle in unserer Region einnehmen könnten. Denn ich glaube, gerade für Familien wäre das eine sehr gute und vor allem umweltfreundliche Alternative“, sagt Bürgermeisterin Christine Dünwald.

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