Stalker (37) bombardierte Verflossene mit SMS. Trennungsschmerz verkraftete ein 37-Jähriger nicht. Nun muss er Geldbuße berappen.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 31. Oktober 2016 (10:16)
NOEN, Erwin Wodicka
Symbolbild

„Aber wenn Sie was gebraucht hat, hat sie sich immer wieder bei mir gerührt“, klagt ein 37-Jähriger über seine Verflossene. Weil er die Frau nach der Trennung gegen ihren Willen regelmäßig via Handy kontaktiert hatte, erstattete sie Anzeige und der Scheibbser sitzt nun wegen beharrlicher Verfolgung vorm Richter.

„Dass man mit einer Beziehung nicht abschließen kann, ist nichts Ungewöhnliches, aber Sie sind ihr schon über Gebühr auf die Nerven gegangen“, meint der Richter.

„Da sind offenbar die Richtigen zusammengekommen“

Hoffnung auf Neustart habe die Ex-Freundin dem Beschuldigten immer wieder gemacht, sagt dieser. Von wechselvoller Beziehung erzählt das Opfer. „Wir hatten Kontakt, aber ich hab’ ihm klargemacht, dass es kein Zurück gibt. Und dann war er sehr lästig, bis in die Nacht hinein. Ich habe ihm gesagt, dass ich einen Rechtsanwalt einschalten werde. Da hat er nur gelacht“, sagt die Ex.

Für den Richter steht fest: „Sie haben ihm aber schon immer ein bisschen Nahrung gegeben, da sind offenbar die Richtigen zusammengekommen.“

Dass der 37-Jährige seine Verflossene auch noch kurz vor Prozess kontaktiert hat, gefällt dem Richter nicht. „Ich habe Sorge, dass wir uns hier bald wiedersehen werden“, sagt er zum Beschuldigten.

Therapie lehnt der Scheibbser ab, statt Probezeit setzt es somit Geldbuße. 1.400 Euro muss der der Mann zahlen und 300 Euro für erlittene Unbill an das Opfer (nicht rechtskräftig).