Thomas Krenhuber: „Freue mich auf Neues“

Nach fast sieben Jahren hatte Thomas Krenhuber diesen Dienstag seinen letzten Arbeitstag als BH-Stellvertreter in Scheibbs.

Erstellt am 06. April 2018 | 05:00
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7212533_erl14sb_thomaskrenhuber.jpg
Thomas Krenhuber an einem seiner letzten Arbeitstage in Scheibbs. Die Regale und Kästen hinter ihm sind schon großteils leer, die Bücher in Schachteln verpackt. Mit 4. April beginnt der 44-jährige St. Pöltner, der mit seiner Familie in St. Pölten wohnhaft bleibt, als Stellvertreter an der Bezirkshauptmannschaft Korneuburg.
Foto: Eplinger

NÖN: Als Sie im Mai 2011 Ihren Dienst als Bezirkshauptmann-Stellvertreter in Scheibbs angetreten sind, haben Sie im NÖN-Interview gesagt, dass Sie den Bezirk nur als Tourist kennen – als Skifahrer am Ötscher oder in Puchenstuben beziehungsweise als Wanderer in den Tormäuern. Das hat sich in den letzten sieben Jahren doch stark verändert?

Thomas Krenhuber: Ja, sehr. Es gibt, glaube ich, keinen Winkel im Bezirk, an dem ich noch nicht war. Und ich muss sagen, er ist mir mit all seinen Facetten sehr ans Herz gewachsen. Der Bezirk hat einerseits einen städtischen Bereich im Norden und andererseits den Süden mit seinen touristischen, land- und forstwirschaftlichen sowie jagdlichen Schwerpunkten. Das macht ihn lebenswert und interessant – auch als Behörde.

„Eines muss ich zugeben. Ich bin – obwohl selbst Mostviertler – nie so ganz warm geworden mit dem Most. Da hat das Weinviertel schon seine Vorzüge.“Thomas Krenhuber

Sie waren sieben Jahre lang als BH-Stellvertreter in Scheibbs – eine eher unüblich lange Zeit. Hatte das einen Grund?

Krenhuber: Nein, das hat sich einfach so ergeben. Aber es ist sicher etwas länger, als normal der Durchschnitt für einen Stellvertreter ist.

Sie waren zuständig für die Bereiche Wasser-, Umwelt- und Jagdrecht sowie den Bereich Wirtschaft, hier vor allem, wenn es um größere Betriebsanlagengenehmigungsverfahren gegangen ist. Welche Verfahren bleiben Ihnen besonders in Erinnerung?

Krenhuber: Ein Thema war sicher die Landesausstellung 2015 und alle dazugehörigen im Vorfeld abgewickelten Verfahren. Aber natürlich gibt es einige Verfahren, die ich auch noch aus der Ferne weiterverfolgen werden, wie sie ausgehen werden – wie etwa das Hotel Wieselburg, die Merkur-Ansiedelung in Wieselburg oder das Lautermühle-Kraftwerk in Purgstall. Das waren schon heikle Verfahren, in denen wir im Sinne des Gesetzes bestmöglich für alle Seiten entschieden haben.

Sie wechseln vom Scheibbser Bezirk nach Korneuburg in das Wiener Umland. Was erwartet Sie dort?

Krenhuber: Es ist sicher eine große Herausforderung, denn dort ist vieles Neuland für mich – bis auf die Aufgabengebiete, denn ich werde auch in Korneuburg für Wasser-, Berg- und Umweltrecht zuständig sein. Korneuburg grenzt direkt an Wien an und hat daher einen sehr städtischen Charakter. Gleichzeitig weist der Bezirk im Norden ländliche Strukturen auf. Aber insgesamt hat der Bezirk mehr als doppelt so viele Einwohner wie Scheibbs. Das wird eine spannende Tätigkeit.

In Scheibbs hatten Sie mit Johann Seper einen Bezirkshauptmann, jetzt bekommen Sie mit Waltraud Müllner-Toifl eine Frau. Inwieweit kennen Sie Ihre neue Chefin? Und wie war Ihre Zusammenarbeit im Scheibbser Bezirk?

Krenhuber: Ich war bereits für eine Vorstellungsrunde in Kor-neuburg und kenne Frau Müllner-Toifl von Veranstaltungen ein wenig. Mit Johann Seper und allen Kollegen hier in der Scheibbser Bezirkshauptmannschaft war es all die Jahre ein sehr gutes Zusammenspiel. Auch mit den politischen Kräften der Region – egal welche Couleur – gab es ein gutes Auslangen und gegenseitiges Verständnis. Hier will man für die Region arbeiten, das spürt man.

Ihr Resümee?

Krenhuber: Ich kann das mit weinendem und lachendem Auge nicht mehr lesen, aber insofern stimmt es: Ich war sehr gerne hier, aber ich freue mich auch sehr auf das, was kommt.