Wildbienen am Töpperspielplatz

Schon im Vorjahr wurden am Töpperspielplatz in Scheibbs auffällige Insekten gesichtet. Aus Vorsicht wurde der Hügel mit dem Kriechrohr den ganzen Sommer lang gesperrt, weil man glaubte, es seien „Erdwespen“.

Erstellt am 25. Juni 2021 | 07:26

„Es leben dort zur Zeit wieder mindestens ein Dutzend Wildbienen-Arten, die die vegetationsfreien, sonnigen Flächen für ihre Brut und Aufzucht benützen“, gibt Insektenforscher Hubert Rausch Entwarnung. Es sei wichtig, ein besseres Bewusstsein für diese Mitwesen zu entwickeln. Schließlich seien Wildbienen weit weniger aggressiv als die domestizierten Honigbienen.

In Scheibbs wird heuer das Jahr der Artenvielfalt begangen. Die Nachhaltigkeitstage in der Woche von 20. bis 24. September werden sich dem Thema Biodiversität widmen. Durch Aktionen von Natur-im-Garten wurden auf bestimmten Flächen im Gemeindegebiet „Bienenfutter-Blumen“ und „Schmetterlingswiesen“ angelegt.

Insektenfreundliche Pflege

Es wird versucht, eine insektenfreundliche Grünraumpflege zu etablieren. Auf Initiative des Umweltausschusses unter Leitung von Stadtrat Joseph Hofmarcher und mit Unterstützung durch Peter Fischer-Colbrie (ehemaliger Direktor der Bundesgärten) wird zurzeit die Grünraumpflege der Stadtgemeinde im Sinne der Artenvielfalt weiterentwickelt. Es wurden dazu drei Kategorien von Grünflächen für die gemeindeeigenen Bereiche definiert: Naturwiesen, Blumenrasen und Nutzrasen.

„Gerade an einem Ort wie dem Töpperspielplatz kann das erfreuliche Aufkommen der Wildbienen mehr Verständnis der Biodiversität unter Kindern und Eltern dienen“, hofft Umwelt-Stadtrat Hofmarcher.