Scheibbs

Erstellt am 28. Februar 2017, 05:44

von Christian Eplinger

Zukunft des Allwetterbades ist ungewiss. Die Kosten werden Jahr für Jahr höher, die Besucherzahlen gehen weiter zurück. Scheibbs überlegt erstmals ernsthaft, das Allwetterbad zumindest teilweise zu schließen.

 |  Stadtgemeinde

Am 23. Dezember 1972 wurde das Scheibbser Hallenbad vom damaligen Bürgermeister Alois Derfler feierlich eröffnet. „Ein Weihnachtsgeschenk für die Bevölkerung, dessen Betrieb uns aber einen Abgang bescheren wird“, sagte dieser in weiser Voraussicht.

Das alljährliche Loch, das das Allwetterbad im Budget der Gemeinde aufreißt, betrug 2016 436.000 Euro. Und es ist weiter im Steigen. Denn trotz versuchter Energieeffizienzmaßnahmen, steigen die Betriebskosten aufgrund immer wieder außerplanmäßiger Reparaturen. Gleichzeitig sinken die Besucherzahlen.

„Dass es nicht so weitergehen kann, ist mir klar. Aber eine Schließung sollte die letzte Variante sein.“Ausschussobmann Adolf Wagner, SPÖ

„In den letzten zehn Jahren hat uns das Bad rund 4,5 Millionen Euro gekostet. Das ist viel Geld“, sagt ÖVP-Bürgermeisterin Christine Dünwald im Gespräch mit der NÖN und denkt erstmals laut auch an eine (Teil-)Schließung des Bades.

Bis Ende März hat SPÖ-Ausschussobmann Adi Wagner jetzt Zeit, mit seinem Ausschuss ein entsprechendes Einsparungs-Konzept zu erarbeiten. Im April wird in einer Sondersitzung des Gemeinderates über die Zukunft des Allwetterbades entschieden.

Übrigens: Es war 1886, als in Scheibbs das erste Freibad Niederösterreichs eröffnet wurde.

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