NR-Wahl: Gruber glaubt an Chance auf neuerliches Mandat. Obwohl nur Nummer drei auf der Wahlkreisliste führt Gruber intensiven Vorzugsstimmenwahlkampf.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 10. September 2019 (04:17)
Christian Eplinger
Melanie Zvonik (10. Listenplatz) und Renate Gruber (3.) kämpfen auf der Landes- beziehungsweise Wahlkreisliste der SPÖ um Stimmen.

Dass der Scheibbser Bezirk zukünftig ohne Nationalratsmandat dasteht, das will die aktuelle SP-Nationalratsabgeordnete Renate Gruber auf alle Fälle vermeiden. Darum kämpft sich – obwohl auf der SP-Wahlkreisliste nur als Nummer drei gesetzt – intensiv um Vorzugsstimmen. „Mein aktuelles Abgeordnetenmandat bringt mit schon einen gewissen Bekanntheitsgrad im gesamten Viertel. Ich war und bin viel unterwegs – nicht nur vor Wahlen“, betont Gruber und glaubt weiter an ihre Chance.

Punkten will sie vor allem mit den Themen Gesundheitsversorgung (Forderung nach einem dritten MRT-Gerät für das Mostviertel, idealer Weise am Standort Scheibbs), Freiwilligen-Engagement (seit 1. September haben Mitglieder von Einsatzorganisationen das Recht auf eine Freistellung für einen Einsatz mit Entgeltfortzahlung, der Unternehmer bekommt im Gegenzug eine Entschädigung) und Klimaschutz (Ausbau des öffentlichen Verkehrs, freiwilliger Verzicht auf Plastiksackerl).

Beim Thema Klimaschutz hat sie mit der SJ-Landesvorsitzenden Melanie Zvonik aus Scheibbs, Nummer zehn der SP-Landesliste, eine vehemente Mitstreiterin. „Es geht um unsere Zukunft, daher müssen wir Druck auf die Politik machen. Auf lange Sicht brauchen wir einen kostenlosen öffentlichen Verkehr für alle. Finanziert werden könnte dieser über Vermögenssteuern oder CO 2 -Steuern für Konzerne“, sagt Zvonik.