Töpperschloss Neubruck: Neue Ideen im Lockdown. Mit minimalistischer, mobiler „Check in the Box“-Unterkunft und einem zeitgenössischen Zirkusfestival im September will die Gastwirtschaft Neubruck punkten.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 21. Mai 2021 (05:18)
Der Prototyp von „Check in the box“ steht beim Teich in Neubruck.
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Der Wiedereröffnung der Gastronomie blickt Ursula Zechner von der Gastwirtschaft noch etwas skeptisch entgegen. „Solange große Feiern nicht erlaubt sind, wird sich unser Geschäft in Grenzen halten“, fürchtet sie. Nichtsdestotrotz waren Ursula Zechner und Johann Berger im Lockdown nicht untätig und haben neue Ideen geboren. Eine davon ist „Check in the box – Österreichs erste transportable Schlafbox“.

Der Prototyp dieses „mobilen Schlafzimmers“ aus Holz, das auf nicht einmal sechs Quadratmetern eigentlich nur ein Doppelbett samt Ablage und Stromanschluss beinhaltet, steht am Schlossareal beim See. „Es ist eine reine Schlafgelegenheit quasi statt eines Campingzeltes. Das bietet sich für Feste, aber auch für Radfahrer an. Wir wollen fünf bis sechs solche Boxen bei uns am Areal rund um den See platzieren“, schildert Ursula Zechner.

In weiterer Folge soll die „Check in the Box“ auch in Serienproduktion gehen und zum Verkauf und zur Vermietung zur Verfügung stehen. „Campen liegt im Trend. Wer aber lieber in einem richtigen Bett schläft, der hat hier die Möglichkeit. Das sanitäre Umfeld können wir im Schloss bieten“, sagt Zechner. Aber das ist nicht die einzige während des Lockdowns gewachsene Idee.

Von 16. bis 19. September wird am Schlossareal der erste „Cirque Neubruck – Festival für zeitgenössischen Zirkus“ über die Bühne gehen. „Jung, bunt, kritisch, modern, flexibel und genreübergreifend“, beschreibt Zechner die Eigenschaften dieses Festivals, das Akrobatik, Musik, Feuer, Zauberei und Theater vereinen soll.

Übrigens hat sich die Gastwirtschaft Neubruck am Areal selbst auch vergrößert. „Wir haben von der Firma Seisenbacher das Areal rund um den Teich sowie das ehemalige Kesselhaus und die Schaltzentrale gekauft. Dort waren einige Arbeiten zu verrichten, weshalb wir den Zugang rund um den See auch gesperrt hatten. Nun ist er wieder offen, nur der Bereiche, wo sich unsere Schlosshühner und unsere Wildschafe aufhalten, ist abgesperrt“, erklärt Zechner.