Biomasse Wärmeanlage in Betrieb gegangen

Pünktlich vor dem großen Wintereinbruch ist die Biomasse Nahwärmeanlage der FWG-Fernwärmeversorgung Steinakirchen im Schloss Wolfpassing in Betrieb gegangen.

Erstellt am 08. Januar 2019 | 03:21
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Nahwärmeanlage Wolfpassing
Einige Genossenschaftsmitglieder rund um Obmann Josef Sonnleitner mit den ausführenden Firmenvertretern bei der Inbetriebnahme der neuen Heizanlage im Schloss Wolfpassing.
Foto: zVg

Die Anlage versorgt das Schloss, den Wirtschaftshof mit Käserei der Erlauftaler Käsewölfe, die bestehenden Wohnhausanlagen der GEDESAG und der Schloss Wolfpassing Bewirtschaftungs-GmbH im Schlosspark.

Im Jahr 2000 gegründet

Die FWG-Fernwärmegenossenschaft Steinakirchen wurde am 30. März 2000 von 14 Gründungsmitglieder in Steinakirchen gegründet und betreibt mit nunmehr schon 40 Mitgliedern mittlerweile vier Nahwärmeanlagen in der Pfarre Steinakirchen in Wang, Steinakirchen und in Wolfpassing (ATZ und Schloss Wolfpassing).

Seit rund zwei Jahren liefen die Vorbereitungen zur Realisierung der Nahwärmeanlage für das Schloss Wolfpassing, wo nun mit der Inbetriebnahme die Realisierung abgeschlossen wurde.

Baubesprechung (Medium)
zVg

Für das Schloss Wolfpassing und den Wirtschaftshof, das der SWB Schloss Wolfpassing Bewirtschaftungs GmbH gehört und für die geplanten und bereits realisierten Wohnhausanlagen der GEDESAG (Gemeinnützigen Donau-Ennstaler Siedlungsaktiengesellschaft mit Sitz in Krems) besteht ein Wärmebedarf von rund 1 Megawatt und  1,35 Millionen Kilowattstunden Wärme.

Dazu hat die Genossenschaft 1,2 Millionen Euro in die neue Nahwärmeanlage, die am bestehenden Standort am interkommunalen Betriebsgebiet neben dem ATZ (Auto Technik Zentrum) gebaut wurde, investiert. Die 40 Mitglieder der Genossenschaft bringen neben dem erforderlichen Eigenkapital von 100.000 Euro auch das benötigte Heizmaterial von 2.600 Schüttraummeter Holzhackgut aus den Wäldern des Kleinen und Großen Erlauftals auf. „Das bringt der Region eine Wertschöpfung von jährlich rd. 60.000 Euro“, rechnet Obmann Josef Sonnleitner vor.

Bisher mit mehr als rund 100.000 Liter Öl beheizt

Das Schloss wurde bisher mit mehr als rund 100.000 Liter Öl beheizt, was mit der Heizungsumstellung somit eine CO2-Einsparung von 300 Tonnen pro Jahr bewirkt. Die Biomasse Anlage versorgt mit einer Holzhackgut-Kesselanlage von 500 kW und einem 32 Kubikmeter Pufferspeicher sowie 1,3 km Wärmenetz die bestehenden Wohnungen der GEDESAG, die bestehenden Wohnhausanlagen der SWB (Arbeiterwohnhaus, Beamtenwohnhaus und Villa) sowie das Schloss und den Wirtschaftshof mit Käserei mit Wärme. Im Wirtschaftshof ist speziell der neue Mieter, die Erlauftaler Käsewölfe GmbH eine besondere Herausforderung, gilt es doch auch die entsprechende Prozesswärme für die Käsefertigung in gleichbleibender Qualität und ausfallsicher zu liefern.

Biomassebunker Deckel mit Obmann (Medium)
zVg

Mit der Inbetriebnahme ist nun die Realisierung Projektes fast abgeschlossen, lediglich Restarbeiten für Isolierung der Wärmeleitungen im Heizhaus und Pufferspeicher sind noch erforderlich.

„In der gemeinsamen Projekt-Partnerschaft mit der Fernwärmegenossenschaft Steinakirchen sehen wir die Grundlagen für eine professionelle Zusammenarbeit und die Möglichkeiten einer positiven weiter Entwicklung des Raumes Kleines Erlauftal, vor allem in Bezug auch auf die Nachhaltigkeit und Wertschöpfung in der Region“, betonten die Geschäftsführer der SWB Johann Vonwald und Stefan Schrittwieser in Bezug auf die Realisierung der Nahwärmeanlage.