Der Wohnbau floriert in Wieselburg. In der Stadt übergab die WET 19 Wohnungen in der Neubaugasse, in Weinzierl die Heimat Österreich zehn Einheiten.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 01. Mai 2018 (04:00)
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Die Stadtgemeinde Wieselburg wies zu Jahresbeginn ein Plus von 175 Einwohnern gegenüber dem Vorjahr auf und war mit einem relativen Wachstum von 4,4 Prozent unter den Top-vier-Wachstumsgemeinden Niederösterreichs. Auch Wieselburg-Land zählte zu Jahresbeginn 2018 um 30 Einwohner mehr als im Jänner 2017.

Und der Wohnbau in den beiden Wieselburger Gemeinden floriert weiter. Alleine in der Vorwoche wurden insgesamt 29 Wohneinheiten in den beiden Gemeinden offiziell übergeben. Weitere großvolumige Wohnbauten sind gerade in Bau oder starten demnächst.

Schon 118 Wohnungen, weitere 150 folgen

In der Stadtgemeinde übergab die NÖ Wohnbaugruppe/WET in der Neubaugasse 19 Wohnungen in der Größe von 53 m2 bis 88 m2. Es war bereits der dritte Bauteil bei diesem Projekt, das insgesamt 62 Wohneinheiten umfasst. „Wir haben bis jetzt in Wieselburg 118 Wohneinheiten errichtet und keinen Leerstand“, freute sich Walter Mayr, Sprecher der Geschäftsführung der NÖ Wohnbaugruppe/WET und Vorstandsobmann.

Da die Nachfrage ungebrochen stark ist, hat die WET bereits das nächste Projekt in Planung. In Breiteneich soll im Sommer der Start für den ersten von zwei Bauabschnitten erfolgen. Dort plant man die Errichtung von insgesamt 150 Wohneinheiten. „Derzeit ist die Ausschreibung für den Generalunternehmer gerade in der Schlussphase der Verhandlungen“, erklärt Prokurist Manfred Schaufler.

Doch zurück in die Neubaugasse: 3 Millionen Euro betrugen die Gesamtbaukosten. Planer war die Firma g.o.y.a. Ziviltechniker GmbH aus Wien, Generalunternehmer die Firma Swietelsky aus Trumau. „Diese Wohnbauten, die hier entstanden sind, sind wirklich auch architektonisch Vorzeigeprojekte“, lobte Bürgermeister Günther Leichtfried. Dafür, dass die Mietwohnungen mit Kaufrecht auch leistbar sind, sorgte nicht zuletzt ein 1,8 Millionen Euro bezuschusstes Wohnbauförderdarlehen des Landes. „Niederösterreich legt Wert darauf, dass Wohnen leistbar bleibt. Scheuen Sie sich deshalb nicht, auch persönlich, um einen Wohnkostenzuschuss anzusuchen“, betonte Landtagsabgeordneter Anton Erber in seiner Festrede. So beläuft sich der Mietkosten-Quadratmeterpreis in der Neubaugasse auf 8,60 Euro und der Finanzierungsbeitrag auf rund 290 Euro pro Quadratmeter.

Wohnen mitten in der Natur mit Stadtnähe

Doch nicht nur in der Stadtgemeinde boomt der Wohnbau. Die Landgemeinde „nascht“ genauso mit, wenngleich zahlenmäßig etwas kleiner. In der Rossgrabenstraße in Weinzierl übergab die Wohnbaugenossenschaft Heimat Österreich die ersten zehn Wohneinheiten – sechs Wohnungen und vier Doppelhaushälften – in der Größe von 59 bis 106 m2. Bis Herbst wird dort auch der zweite Bauteil – weitere zwölf Wohneinheiten (sechs Wohnungen und sechs Doppelhaushälften) fertiggestellt sein. „Wir haben das erste Mal in Wieselburg-Land gebaut und sind sehr zufrieden. Nicht nur aufgrund der guten Zusammenarbeit mit der Gemeinde, sondern auch weil für beide Bauabschnitte praktische alle Wohneinheiten vergeben sind“, unterstreicht Heimat Österreich-Prokurist Stefan Haertl.

Die Gesamterrichtungskosten bewegen sich in Weinzierl um die 2,1 Millionen Euro, das Förderdarlehen um die 1,2 Millionen Euro. „Das ergibt einen Finanzierungsbeitrag für die Mieter im Durchschnitt von 277 Euro pro Quadratmeter und monatliche Kosten von 8,43 Euro pro Quadratmeter“, rechnet Haertl vor. Auch diese vom Büro Haselmeyer geplanten und der Firma Sandler Bau als Generalunternehmer errichteten Wohneinheiten sind Mietwohnungen mit Kaufrecht.

„Dieses enorme Interesse am Wohnungsmarkt zeichnet uns als Gemeinde natürlich aus und macht uns stolz“, freut sich Bürgermeister Karl Gerstl. Und Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf, der praktisch in Sichtweite zu dem Objekt beheimatet ist, kennt die Vorteile des Standortes: „Genießt Eure neue Heimat. Ihr habt einen der schönsten Fleckerl der Gegend ausgewählt, direkt in der Nähe der Stadt und doch mitten in der Natur.“