Pfarrgemeinde Melk-Scheibbs in roten Zahlen

Die Evangelische Pfarrgemeinde Melk-Scheibbs bittet dringend um Spenden.

Erstellt am 16. Dezember 2021 | 04:43
Lesezeit: 1 Min
440_0008_8249695_erl50bezirk_pfarrzentrum_melk_2.jpg
Das Pfarrzentrum von Melk, Grund der Finanz-Misere.
Foto: Franz Gleiss

Extrem schlecht bestellt ist es derzeit um die Finanzen der Evangelischen Pfarrgemeinde Melk-Scheibbs. Auf der Homepage ruft die nur 800 Mitglieder starke Religionsgemeinschaft zu Spenden auf. Alle Gemeinden in den Bezirken Scheibbs und Melk wurden außerdem gebeten, einen Pro-Kopf-Beitrag von 50 Euro für jeden protestantischen Mitbürger zu leisten. Grund für den Kampf ums finanzielle Überleben sei ein zwölf Jahre zurückliegendes Bauvorhaben, erklärt Pfarrer Laszlo Laszlo: „In Melk sind ein neues Pfarrhaus und ein Gemeindezentrum errichtet worden.

Anzeige

Um die 1,4 Millionen Baukosten nicht sofort aufbringen zu müssen, wurde das Baurecht an eine gemeinnützige Wohnbaugenossenschaft abgetreten, um die Gebäude dann zu mieten.“ Nach zehn Jahren Mietdauer, so sei das Ziel gewesen, habe die Pfarrgemeinde das Baurecht zurückkaufen wollen, um wieder Eigentümer zu werden. Ein Plan, der leider nicht aufgegangen sei, wie der Pfarrer schildert: „Das aktuelle Kaufangebot der Wohnbaugenossenschaft liegt weit über der angenommenen Restsumme.“ Es seien 800.000 Euro an Darlehen zu übernehmen, mit Jahresende werde der Kaufpreis von 250.000 Euro fällig.

Die Gemeinden, sagt Pfarrer Laszlo, „reagieren auf unsere Bitte nach Unterstützung verständnisvoll und großzügig.“ Auch die Pfarrmitglieder erwiesen sich als spendenfreudig und haben vergangene Woche insgesamt 40.000 Euro gesammelt. Trotzdem sei die Lage eng, sagt der Pfarrer.

„Pfarrgemeinde in Not“ heißt es daher auf www.evang-melk-scheibbs.at.