Prügelei in Purgstall endete vor Gericht. Bei einer Auseinandersetzung verletzten drei Männer einen Security-Bediensteten. Vor Gericht setzte es Geldbußen.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 25. Oktober 2019 (03:35)
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„Um 3.30 Uhr in der Früh ist es eskaliert. Sie haben mich umzingelt. Einer hat mich gestoßen. Ein anderer meinen Kopf nach unten gedrückt. Dann sind sie auf mich losgegangen“, erzählt ein Security-Mitarbeiter über drei Männer (22 und 26 Jahre alt) aus dem Erlauftal vor Gericht.

Beim traditionellen Parkfest in Purgstall attackierten sie. In der Nacht von Samstag auf Sonntag (27. auf 28. Juli) den Mann. Dieser erlitt eine Schädelprellung, Halswirbelzerrung und eine Prellung der Schulter. Laut Staatsanwaltschaft sollen die Angeklagten auch einen anderen Festbesucher zu Boden gerissen, auf ihn eingetreten und ihn somit verletzt haben.

Bier flog durch die Disco, Rauferei folgte

Zu den Vorwürfen sind die Angeklagten nur teilweise geständig. Zu einer handfesten Auseinandersetzung sei es gekommen, „weil in der Disco jemand einen Becher mit Bier geschossen hat. Da waren dann 20 Leute involviert“, erzählt einer der Männer. Wieso er bei dem Tumult mitgemischt hat? „Weil ich angefressen war“, erklärt er.

Nichts beitragen zur Klärung des Sachverhalts kann eine Zeugin. „Ich war zu betrunken“, sagt sie. „Zeltfeste sollten um 23 Uhr enden“, meint darob der Richter und schlägt den bislang unbescholtenen Männern diversionelles Vorgehen vor.

„Natürlich nur bei Verantwortungsübernahme“, fügt er hinzu. Da besinnen sich die Erlauftaler eines Besseren und geben Gewalttaten zu. Der Richter verhängt Geldbußen. 1.900 Euro muss jeder Angeklagte berappen, dann können die Verfahren eingestellt werden.