Das Lächeln ist bei Katharina Gallhuber zurück. Die Göstlingerin Katharina Gallhuber landete in Zagreb nach langer Durststrecke als Elfte auf Top-Platz. Kathi Huber aus St. Georgen/Reith blickt positiv auf den Semmering zurück.

Von Armin Grasberger und Michael Bouda. Erstellt am 06. Januar 2021 (02:51)
Katharina Gallhuber
privat

Rang 26. Das Heimrennen am Semmering war für Katharina Gallhuber nicht nach Wunsch verlaufen. Ihr Fazit vergangene Woche. „Es gibt Passagen, auf die ich aufbauen kann! Im neuen Jahr werde ich wieder voll angreifen.“ Und die Göstlingerin ließ gleich zu Beginn des neuen Jahres ihren Worten Taten folgen.

Denn beim Slalom in Zagreb am 3. Jänner hatte Gallhuber nach langer Zeit endlich wieder Grund zur Freude: Die Göstlingerin meldete sich nach bisher eher suboptimal verlaufener Saison mit Rang elf zurück. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis“, freute sich die 23-Jährige. „Es war wieder ein Schritt in die richtige Richtung.“

Besonders deutlich war dieser Schritt im ersten Durchgang. Den beendete Gallhuber auf Rang neun. Der zweite Durchgang verlief dann nicht unbedingt nach Wunsch. Die Göstlingerin erreichte nur die 22-beste Laufzeit. Sie wusste allerdings, wo es gehapert hatte. „Im Zweiten war ich schon wieder etwas zögerlich und zu rund am Weg.“ Am Ende überwog allerdings ganz klar die Freude. Gallhuber: „Es ist für mich irrsinnig wichtig, mal ein passables Rennen im Ziel zu haben.“

„Im Zweiten war ich schon wieder etwas zögerlich und zu rund am Weg.“

Gallhuber stellte damit ihr zweitbestes Weltcup-Resultat seit ihrem Comeback nach der schweren Verletzung 2018 beim Training am Semmering ein. Im Vorjahr hatte sie sich in Zagreb für den zweiten Durchgang gar nicht qualifiziert. Übrigens: Elfte war Gallhuber auch vor fast exakt einem Jahr beim Weltcup-Slalom in der Flachau. Dort findet am 12. Jänner der nächste Weltcup-Slalom der Damen statt. Die FIS hat am Sonntag bei der Schneekontrolle für das Flutlichtrennen grünes Licht gegeben.

Mitten im Training für Flachau befindet sich auch schon Katharina Huber. Am Dienstag übte die Athletin aus St. Georgen/Reith mit Krummnußbaumer Wurzeln ihre Schwünge auf dem Rennhang in Flachau, danach wird auf der Reiteralm trainiert.

In Zagreb hatte Huber allerdings weniger Grund zur Freude als Gallhuber. Den ersten Durchgang beendete sie auf Rang 17, im zweiten fiel sie mit der Ziellinie vor Augen aus. „Ich war im zweiten Durchgang sehr gut unterwegs. Vier Tore vor dem Ziel dann auszuscheiden, war schon ziemlich bitter“, blickt Huber zurück.

Huber nach Semmering „super happy“

Deutlich erfreulicher war für die 25-Jährige dagegen das Abschneiden beim Heimrennen am Semmering gewesen. Nach dem abgebrochenen Riesentorlauf machte Huber im Slalom nach Rang 20 in Durchgang eins ganze zehn Plätze gut. „Als ich im ersten Durchgang über die Ziellinie gefahren bin, hab’ ich mir gedacht: ‚Das gibt’s ja nicht.‘ Aber im zweiten Durchgang war ich besser auf die aggressive Piste eingestellt und hab’ mir gedacht: ‚Hop oder Drop.‘ Das ist gut aufgegangen“, lacht Huber. „Darüber, dass es dann noch ein Top-Ten-Platz geworden ist, war ich super happy.“ In Flachau peilt Huber das nächste Ergebnis in den Top Ten an: „Ich will in beiden Läufen angreifen und eine gute Zeit bis ins Ziel durchbringen.“