Ybbstaler Alpen: „Region war gut gebucht“. Nach Tourismusboom im Vorjahr ist heuer die Tendenz zum Kurz- und Zweiturlaub in der Region deutlich spürbar.

Von Claudia Christ. Erstellt am 15. September 2021 (04:06)

Der Herbst zieht ins Land, das ist wohl für jeden deutlich spürbar. Zeit, für die Touristiker in der Region eine erste Sommerbilanz zu ziehen. „Da die offiziellen Zahlen für die Monate Juli, August noch nicht veröffentlicht sind, können wir hier nur ein Stimmungsbild wiedergeben“, meint Herbert Zebenholzer, Geschäftsführer der Ybbstaler Alpen. Und dieses zeigt auf, dass die Nächtigungen wahrscheinlich knapp hinter den Nächtigungszahlen des Vorjahres liegen werden. „Da spüren wir ganz klar den Trend zurück zum Urlaub am Meer“, meint Zebenholzer. Dennoch nutzten viele Besucher heuer die Region für einen Zweiturlaub. Die Frequenz in den Orten nahm im August deutlich zu.

Gästemagnet war heuer das neu eröffnete Haus der Wildnis in Lunz am See. „Hier liegen die Besucherzahlen sogar über den Erwartungen“, informiert Zebenholzer. Generell war die Gemeinde am Lunzer See im Vorjahr das touristische Zugpferd. Heuer musste man sich hier im Bergsteigerdorf nach einem starken Juni mit 5.232 Übernachtungen (im Vorjahr 4.579) im Juli mit einer geringeren Bettenauslassung, 9.739 Übernachtungen, um rund 1.000 weniger als im Vergleichzeitraum des Vorjahres, zufriedengeben.

„Bei Schönwetter waren manche Orte tatsächlich zeitweise nahezu ausgebucht.“ Herbert Zebenholzer, Geschäftsführer Ybbstaler Alpen

Zufriedene Gesichter gibt es beim Team des Solebades in Göstling. Hier haben Geschäftsführer Michael Langelage und sein Team einen besucherstarken August hinter sich, den zweitstärksten überhaupt seit dem Bestehen des Bades. „Wir sind sehr zufrieden, besonders der August war herausragend“, meint der Geschäftsführer. Generell seien die Gästeeintritte seit Wiedereröffnung des Bades Anfang Juni sehr hoch. „Natürlich hat uns da auch das unbeständige Wetter in die Karten gespielt. Es zeigt aber auch die Beliebtheit des Solebades bei den Gästen“, meint Langelage, der auch einen starken Herbst und Winter hofft.

Neben dem Mendlingtal, hier wanderten an Spitzentagen an die 800 Besucher auf dem Erlebnisweg, freut sich auch der 3D-Bogenparcours in Lackenhof am Ötscher über eine deutliche Steigerung der Besucher. „Andere Ausflugsziele lagen hingegen leicht hinter den Eintrittszahlen des Vorjahres. Hier spürt die Region natürlich die Öffnungen der Grenzen zu den Destinationen, die Urlaub am Meer anbieten.“

Dieser Trend war in den Sommermonaten Juli und August auch in der Ötschergemeinde Gaming deutlich spürbar. „Im August liegen wir zahlenmäßig gleichauf wie im Vorjahr, aber man hat im Gegensatz zum Vorjahr deutlich gespürt, dass viele weitere Reisen unternommen haben“, zieht Bürgermeisterin Renate Rakwetz ihre erste Bilanz.

Wetterlage beeinflusst Buchungsverhalten

Fest steht auch, dass heuer der Sommer besonders vom Wettergeschehen geprägt war. Das führte dazu, dass Urlaub besonders kurzfristig gebucht wurde. „Bei Schönwetterprognose waren manche Orte tatsächlich zeitweise nahezu ausgebucht“, meint Zebenholzer. Dementsprechend hoch sind die Erwartungen für den Herbst. Die stabile Schönwetterlage im September nutzen viele Wanderer und Mountainbiker um die Radwege, Berge und Almen zu besuchen. „Hier verzeichneten die Betriebe in der Region laut Zebenholzer bisher auch wieder viele kurzfristige Nächtigungen: „Vor allem gefragt sind hier die Beherberger, welche auch die Wilde Wundercard anbieten.“

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