Baustart für Kindergarten in Reinsberg. Nach reichlich Verzögerung starten diese Woche die Bauarbeiten für den Neubau des Reinsberger Kindergartens mit drei Gruppen. Das Wohnbauprojekt muss indes noch warten.

Von Anna Faltner. Erstellt am 11. Juni 2020 (04:46)
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Die Bauherren, Kindergartenleiterin Brigitte Gnadenberger, Bürgermeister Franz Faschingleitner sowie einige Gemeinderäte beteiligten sich stolz am Spatenstich für den Kindergarten.
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„Wir freuen uns, dass wir endlich starten können. Es war ein wirklich schwieriger Prozess bis dahin“, betont VP-Bürgermeister Franz Faschingleitner am Freitag beim Spatenstich für den Kindergarten auf dem Areal der ehemaligen Tischlerei Daurer.

Denn eigentlich war der Baustart erst für Sommer, dann Herbst 2019 und schließlich Frühjahr 2020 geplant. Zuerst aufgrund der schwierigen Planung – ob gemeinsam mit Betreutem Wohnen und Wohnhaus oder nur der Kindergarten – und zuletzt aufgrund des Virus kam es zu Verzögerungen.

Bis 2021 sollte der Kindergarten allerdings bezugsfertig sein, daher wurde der Baustart schon sehnlichst erwartet. „Wir hatten viele Geburten und auch generell Zuwachs in der Gemeinde. Ab dem nächsten Jahr brauchen wir drei Kindergartengruppen“, sagt Faschingleitner. Eingeplant sind zwei Gruppen sowie eine Tagesbetreuungseinrichtung, ein Bewegungsraum, eine Malwerkstätte, ein Leseraum, eine überdachte Terrasse, und auch der Spielplatz wird neu angelegt.

Das Gebäude wird ebenerdig (barrierefrei) gebaut und wird Richtung Süden ausgerichtet, was für eine natürliche Belichtung im Kindergarten sorgt. Die Kosten von 2,1 Millionen Euro werden gänzlich durch eine ELER-Förderung sowie Landesmittel gedeckt.

Zuerst Kindergarten, dann Wohnbauprojekt

Als Baumeister fungiert die Baufirma Schwaighofer, für die Bauplanung zeichnet sich das Architekturbüro Brandhofer verantwortlich. Für die Bauzeit wird aktuell ein knappes Jahr bemessen. Statt dem wie im Herbst des Vorjahres vorgesehenen gemeinsamen Bau von Kindergarten, Wohnbau und Betreutem Wohnen auf einem Fleck, steht derzeit nur der Kindergarten auf der Agenda.

„Das Wohnbauprojekt gehen wir nach dem Baustart für den Kindergarten an. Es wird nicht direkt an den Kindergarten anschließen, sondern auf einem eigenen Grundstück errichtet“, erklärt der Ortschef. Zur Erinnerung: Die Waldviertler Wohnbaugenossenschaft soll 14 Wohnungen sowie ein Wohnheim für betreutes Wohnen mit insgesamt zehn Wohneinheiten errichten, auch eine Tiefgarage ist vorgesehen.