„Wasser marsch!“ in Wang. Neben Brunnen werden auch Wasserleitung und Glasfaser entlang der L96 verlegt. Kosten: 550.000 Euro.

Von Anna Faltner. Erstellt am 22. Oktober 2020 (11:49)
Beim Spatenstich (von links): Polier Gerhard Kloibhofer, Bauleiter Martin Punz, VP-Gemeinderat Lukas Schoder, Ziviltechniker Raimund Schuster, Wassermeister Erich Haselsteiner und VP-Bürgermeister Franz Sonnleitner.
Anna Faltner

Die Bagger sind angerollt, mit einem Spatenstich wurde die Baustelle rund einen Kilometer südwestlich vom Wanger Ortskern in der Vorwoche offiziell eröffnet. Was gebaut wird? Einiges. Bereits im Laufen ist der Bau der Brunnenanlage. Zur Erinnerung: Im Zuge einer Probebohrung mit Kurzpumpversuch wurde dabei vorab die Qualität des Wassers untersucht – und zwar mit Erfolg. Das Wasser ist Trinkwasser-geeignet.

Gebaut wird aber nicht nur der Brunnen. Das Trinkwasser aus der Brunnenanlage soll nämlich in die bestehende Pumpleitung zum Hochbehälter Wang eingespeist werden und von dort aus das gesamte Wasserversorgungsnetz der Marktgemeinde mit Trinkwasser beliefern. Und genau diese (1.100 Laufmeter lange) Leitung wird jetzt gleich gemeinsam mit Glasfaser verlegt. In der Brunnengasse werden außerdem die bestehende Pumpleitung und die Versorgungsleitung mit den zugehörigen Hausanschlüssen erneuert.

Mit dem Brunnenbau wurde vor drei Wochen gestartet. Der Brunnen mit einer Tiefe von rund 20 Metern ist in einer Brunnenstube, einem Betonbauwerk mit sechs mal vier Metern, untergebracht. Die Wasserentnahme erfolgt mit Tauchmotorpumpen, die eine Leistung von 4,9 Litern pro Sekunde aufweisen. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 550.000 Euro. Ausführendes Unternehmen ist die Firma Traunfellner, die Projektleitung liegt beim Ziviltechnikbüro Schuster.

Parallel dazu werden (wie die NÖN berichtete) auch ein Radweg entlang der Trasse an der L96 errichtet und die Brücke nach Ewichsen wird verbreitert. „Der Brunnen soll noch heuer in Betrieb gehen, die Fertigstellung soll mit Frühjahr 2021 erfolgen“, informiert VP-Bürgermeister Franz Sonnleitner.