Renate Gruber legt Parteivorsitz zurück. "Stefan Hofinger und Susanne Schwingenschlögl übernehmen.

Von Christian Eplinger. Erstellt am 08. Oktober 2019 (05:23)
Simonis
Renate Gruber legte am Mittwoch überraschend ihren Bezirksparteivorsitz zurück.

Paukenschlag am Ende der SPÖ-Bezirksparteivorstandssitzung vergangenen Mittwoch: Unter Allfälliges verkündet Renate Gruber ihren Rücktritt als Bezirksparteivorsitzende. Ein Amt, das sie seit 2013 innehatte. Auch damals hatte eine Wahlniederlage der SPÖ (NÖ Landtagswahl) den Ausschlag für den Wechsel an der Bezirksspitze von Günther Leichtfried zuerst zu Bernhard Wieland und dann zu Renate Gruber gegeben.

Eplinger, privat
Stefan Hofinger übernimmt als erster Stellvertreter dieses Amt.Eplinger, privat

„Nach diesem Ergebnis muss es in der SPÖ einen Neustart geben. Und der soll auch im Bezirk Scheibbs erfolgen, besonders weil wir jetzt auf allen Ebenen ohne Mandat dastehen. Daher sollen die Jungen ran, damit wir in Zukunft wieder die Chance auf eine politische Vertretung auf Landes- oder Bundesebene haben“, sagt Gruber und will sich nun wieder voll auf ihr Bürgermeisteramt und die bevorstehenden Gemeinderatswahlen konzentrieren.

Den Vorsitz in der Partei haben vorerst Grubers Stellvertreter Stefan Hofinger aus Scheibbs und Frauen-Bezirksvorsitzende Susanne Schwingenschlögl aus Gresten-Land übernommen. Der 23-jährige Politikwissenschaft- und Jus-Student Stefan Hofinger ist seit 2015 SJ-Bezirksvorsitzender und seit damals auch erster Stellvertreter von Renate Gruber. „Dieser Schritt von Renate kam auch für mich etwas überraschend. Gemeinsam mit Susanne Schwingenschlögl werden wir in den nächsten Wochen das weitere Vorgehen beschließen“, erklärte Hofinger gegenüber der NÖN.

Die Neuwahl des Bezirksvorsitzenden muss bei einer Bezirkskonferenz erfolgen. Ob diese allerdings noch vor den Gemeinderatswahlen stattfindet, ist eher unwahrscheinlich. Denn bei der Bezirks-SPÖ steht jetzt ja ein genereller Umbruch an. Es ist ja auch ein neuer Bezirksobmann des SPÖ-Gemeindevertreterverbandes zu küren. Ein Amt, das derzeit noch der ehemalige Grestner Bürgermeister Wolfgang Fahrnberger ausübt.