13.123 Minuten am Rad! „Challenge hat mich motiviert“. 13.123 Minuten verbrachte der 65-jährige Grestner Helmut Kobolt während der „NÖ Challenge“ auf seinem Fahrrad.

Von Anna Faltner. Erstellt am 15. November 2020 (06:06)
Mit seinem Rennrad sammelte Helmut Kobolt bei der „NÖ Challenge“ über die Sommermonate insgesamt 13.123 Minuten für seine Heimatgemeinde Gresten.
privat

Kurz vor dem Sommer fand Helmut Kobolt ein Flugblatt der Gemeinde in seinem Postkasten. Da wurde die Aktion vom Land NÖ, die „NÖ Challenge“, beschrieben.

„Ich hab‘ das vorher nicht gekannt. Aber nachdem ich sowieso viel mit dem Rad fahre, habe ich mir die App installiert“, erzählt der Grestner. Bis zum Schluss zählte er 13.123 Minuten auf seinem Konto, 59 davon war er zu Fuß unterwegs, die restlichen Minuten auf dem Fahrrad.

OP am Knie: Voran trotz zwei Wochen Pause!

Egal ob mit dem Rennrad oder Mountainbike – für gewöhnlich verbucht Kobolt pro Jahr zwischen 4.000 und 5.000 Kilometer auf seinem Rad-Tacho. Gleich zu Beginn der Challenge am 1. Juli war er auf Aktivurlaub im Großarltal. „Da ist gleich viel weitergegangen“, erzählt er.

Kurz darauf wurde der 65-Jährige allerdings mit Meniskus- und Knorpelschaden am Knie operiert und musste zwei Wochen pausieren. „Plötzlich bekam ich ein Email von ‚Runtastic‘, dass ich noch immer vorne dabei bin und es noch schaffen könnte. Das hat mich motiviert. Also hab‘ ich wieder angefangen“, verrät Kobolt.

Fußwege waren für ihn noch schmerzhaft, beim Radfahren allerdings hatte er kaum Schmerzen. „Ich bin täglich bis zu sieben Stunden gefahren. Das war schon zu viel. Mein Knie hat sich auch noch nicht erholt, vielleicht muss ich noch einmal operieren gehen“, informiert er.

Zu seinen Zielen gehörten öfter der Lunzer See oder die rund 100 Kilometer lange Tour am Ybbstalradweg. Warum er das macht? „Weils mir einfach taugt. Das Radfahren ist schon irgendwie mein Leben. Ich möchte mich eigentlich jeden Tag aufs Rad setzen.“

Im Winter wird Fahrrad gegen Skier getauscht

Sportlich war der ehemalige Marktleiter der Billa-Filiale in Gresten übrigens immer schon, früher lief er auch Marathons. Im Winter macht er auch keine Pause. Da steht nämlich Skifahren und Tourengehen am Programm. Dezember: Zillertal, Jänner: Arlberg und Februar: Salzburg. „Das sind meine jährlichen fixen Skiurlaube“, verrät der 65-Jährige.