„Wer zahlt, der schafft auch an!“. Die beiden Grestner Gemeinden regeln Eigentumsverhältnisse betreffend der Sportplatzverlegung um 3,9 Millionen Euro.

Von Anna Faltner. Erstellt am 27. April 2019 (15:38)
Christian Eplinger
Weil die Firma Welser in den nächsten Jahren expandieren möchte, wird der Fußballplatz um einige hundert Meter (Richtung Randegg) verlegt.

Die Idee war schon länger da, seit Herbst steht die Finanzierung. Von beiden Gemeinderäten gibt es Grundsatzbeschlüsse, das Projekt gemeinsam zu stemmen. Und jetzt? Jetzt wurden erstmals die Details in der Planung geklärt.

„Wir haben bereits Gespräche mit den Grundeigentümern geführt. Mit der Summe kommen wir in etwa hin, wie wir es geplant haben“, informiert SP-Bürgermeister Harald Gnadenberger (Marktgemeinde). Die Rede ist von 3,9 Millionen Euro.

Einstimmig entschied sich der Gemeinderat der Marktgemeinde dafür, die Aufgabe als Projektträger zu übernehmen. „Das bedeutet zwar mehr Aufwand für uns. Aber wer zahlt, der schafft auch an. Das ist bestimmt kein Nachteil“, meint Gnadenberger. Zwei Drittel der Eigentumsrechte besitzt demnach die Marktgemeinde, das restliche Drittel die Landgemeinde.

Marktgemeinde wird zum Projektträger

In beiden Gemeinden wurden mehrere Grundsatzbeschlüsse gefasst. Und zwar werden darin die Eigentumsverhältnisse geklärt, dass die Marktgemeinde Projektträger ist, der Beschluss zur gemeinsamen Abwicklung des Projektes und zwei Kooperationsvereinbarungen. Diese regeln die Kooperation zwischen Markt- und Landgemeinde sowie die Kooperation zwischen Gemeindeverband und der Firma Welser. Da die Verlegung aufgrund der Expansion der Firma Welser notwendig ist, bringt sich auch die Firma mit fachlicher Expertise und finanziellem Zuschuss ein.

Dass die Marktgemeinde bei dem Projekt die Oberhand behält, gefiel nicht allen Mandataren der Landgemeinde. VP-Bürgermeister Leopold Latschbacher versuchte in der jüngsten Gemeinderatssitzung zu beruhigen: „Wir sind in alle Entscheidungen eingebunden und werden auch im Grundbuch miteingetragen. Aber Fakt ist: Alle Rechnungen kommen zur Marktgemeinde und wir beteiligen uns daran.“ Weiters wollten die SP-Mandatare wissen, wie es sich mit anfallenden Kosten und Instandhaltungsmaßnahmen verhält. „Wir bauen eine vollkommen neue, moderne Anlage. Da sind in den nächsten Jahren vermutlich keine Instandhaltungsmaßnahmen notwendig“, antwortete der Ortschef.

Als SP-Obfrau Susanne Schwingenschlögl auch noch kritisierte, dass ja die Marktgemeinde die Kommunalsteuer des zusätzlichen Welser-Areals kassiere, weil der ehemalige Fußballplatz im Gemeindegebiet der Marktgemeinde liege, reichte es Latschbacher: „Wenn ihr wollt, legen wir die Gemeinden halt zusammen. Dann ist das wurscht!“
Dennoch: Beide Gemeinden – in der Marktgemeinde mit weniger Diskussionen – wurden die Beschlüsse einstimmig gefasst. Nun geht es an die Grundankäufe. „Per Handschlag sind wir schon so weit. In den nächsten Tagen sollen die Verträge unterschrieben werden“, kündigt Harald Gnadenberger an.