Purgstaller Buben fanden Panzerfaust im Bach. Zwei Buben fanden in der Feichsen einen Sprengkörper aus dem Zweiten Weltkrieg – und reagierten vorbildlich.

Von Karin Katona. Erstellt am 09. Februar 2021 (10:40)
Mark Schauer und Paul Weber aus Feichsen fanden beim Spielen an der Feichsen eine Panzerfaust aus dem Zweiten Weltkrieg und reagierten vorbildlich.
privat/Katona

Einen seltsam geformten, verrosteten Gegenstand fanden am vergangenen Freitagvormittag Paul Weber und sein Freund Mark Schauer beim Spielen im Bachbett der Feichsen.

„Das Ding hat ausgeschaut wie ein Topf und ist uns gleich verdächtig vorgekommen“, schildern die beiden. „Wir hatten so etwas Ähnliches schon einmal im Internet gesehen und vermutet, dass es ein Sprengkörper sein könnte.“

Mark Schauer und Paul Weber aus Feichsen fanden beim Spielen an der Feichsen eine Panzerfaust aus dem Zweiten Weltkrieg und reagierten vorbildlich.
privat/Katona

Die Buben machten ein Foto des Funds, um es den Eltern zu zeigen. „Mir war gleich klar, dass das eine gefährliche Sache ist“, sagt Kurt Weber, der umgehend die Polizei alarmierte.

„Die Polizisten haben gesagt, dass wir genau richtig reagiert haben“, berichten Paul und Mark.

Der Fund war eine Panzerfaust aus dem Zweiten Weltkrieg, laut Sprengstoff-Experten gefüllt mit eineinhalb Kilogramm TNT. Der Zünder der Panzerfaust war glücklicherweise abgerostet.

„Funde von Sprengkörpern aus dem Zweiten Weltkrieg kommen regelmäßig vor, besonders nach Hochwässern“, sagt Bernhard Kogler vom Bezirkspolizeikommando Scheibbs.

Die Deutsche Wehrmacht habe im Mai 1945 auf der Flucht vor den Russen viele Waffen vergraben. „Wichtig ist, die Funde nicht zu berühren und sofort die Polizei zu alarmieren“, rät Kogler.