Corona erschwert Bauarbeiten: Wohin mit den Kindern?

Erstellt am 16. April 2020 | 04:23
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Voraussichtlich werden die Bauarbeiten des neuen Kindergartens erst Ende September/Mitte Oktober abgeschlossen sein.
Foto: privat
Fertigstellungstermin kann nicht eingehalten werden. Plan B gibt es (noch) keinen.
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Bauarbeiter mit Schutzmasken, Mindestabstände und räumlich getrennte Arbeitsbereiche – Covid-19 macht sich auch auf der zurzeit größten Baustelle der Gemeinde St. Anton bemerkbar. Bereits zu Beginn des Kindergartenjahres 2020/21 hätte der neue Kindergarten mit einer Fläche von 500 m – damit ist er dreimal so groß wie der alte Kindergarten – eröffnet werden sollen.

Die Coronakrise erschwert jedoch den Ablauf und verzögert wenig überraschend den Baufortschritt. Strom- und Installateurarbeiten stehen derzeit auf dem Tagesablauf. Die Arbeiter teilen sich raumweise auf. Manche Tätigkeiten sind auf ein Mindestmaß reduziert. „Erschwerend ist es schon“, schildert Elektriker Leopold Schafhuber, der mit seinem Team auf der Baustelle tätig ist.

Hinzu kommt, dass Lieferketten unterbrochen sind. „Seit gut drei Wochen sind wir auf der Baustelle gebremst. Bauteile kommen verspätet oder sind noch gar nicht angekommen“, erklärt Martin Pfeiffer, der die örtliche Bauaufsicht durchführt. „Natürlich versuchen wir, den Verzug später wieder aufzuholen, realistisch betrachtet wird der Fertigstellungstermin aber erst Ende September/Mitte Oktober sein. Den geplanten Termin Anfang September werden wir nicht schaffen“, ergänzt Pfeiffer.

Auch die Gemeinde ist überrascht von der Situation. „Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet“, sagt VP-Bürgermeisterin Waltraud Stöckl auf Nachfrage der NÖN.

Plan B gibt es vorerst noch keinen. Vor den Kindergartenschließungen aufgrund Covid-19 im März war ein Teil der Kinder im MOBIK, einem mobilen Kindergarten-Container beim Kindergarten Bruderlade, untergebracht. Wo also die Kinder Anfang September ihr Kindergartenjahr starten werden, ist ungewiss.

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