Natur auf der Staffelei bei Tagen der offenen Ateliers. Erstmals zeigt der St. Antoner Erich Willingshofer seine Aquarell- und Ölbilder am 19. und 20. Oktober. In den Fokus stellt er Landschaften und Blumen.

Von Anna Faltner. Erstellt am 15. Oktober 2019 (04:29)
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Eine Leidenschaft für Landschaftsbilder, Öl- und botanische Aquarellmalerei: Erich Willingshofer aus St. Anton stellt heuer erstmals bei den „NÖ Tagen der offenen Ateliers“ aus.
Anna Faltner

Mit dem Bleistift und Farben in der Hand hat sich Erich Willingshofer immer schon wohlgefühlt. „Nur die Zeit dazu hat mir halt früher gefehlt“, erzählt der 67-Jährige. Kurz vor der Pension, vor 13 Jahren, hat er dann losgelegt und seine ersten Bilder gemalt. 2008 verabschiedete sich der ÖBB-Bedienstete von der Eisenbahn in die Rente und widmete sich immer mehr der Malerei. Seine Werke präsentiert Willingshofer am 19. und 20. Oktober nun erstmals bei den „NÖ Tagen der offenen Ateliers“.

Was ihn so an der Malerei fasziniert? „Da kommt man so richtig zur Ruhe. Man konzentriert sich nur darauf und vergisst für kurze Zeit alles andere“, sagt der Pensionist. Die Farben hat er damals von seinem Sohn und seiner Schwiegertochter bekommen, die ihn zum Malen animiert hat. „Er malt besonders oft, wenn es ihm nicht gut geht. Und genau in so einer Phase, als es ihm gesundheitlich nicht so gut ging, hat er auch damit begonnen“, weiß seine Ehefrau Hermine.

 „Beim Malen kommt man so richtig zur Ruhe. Man konzentriert sich nur darauf und vergisst für kurze Zeit alles andere.“ Erich Willingshofer, Künstler

 Die meisten seiner Werke zeigen Landschaften und Blumen. Entweder beschäftigt er sich mit der botanischen Aquarellmalerei – zu der er einige Kurse bei Barbara Schoberberger besucht hat – oder er widmet sich der Ölmalerei. Diese Kunst hat er sich selbst angeeignet – und lernt auch immer noch etwas dazu. „Man muss sich eben ausprobieren. Ein paar Porträts habe ich auch gemalt, aber mit Landschaftsbildern fühle ich mich wohler“, lacht der Hobbykünstler. Teils entstehen die Ölbilder in seiner Fantasie, teils von der Natur und bei der botanischen Aquarellmalerei werden die Blumen direkt abgemalt.

Für ein Werk braucht er ein paar Tage, manchmal sogar Wochen. „Man malt ein paar Stunden, dann macht man Pausen dazwischen. Insgesamt verbringe ich schon bis zu 30 Stunden mit einem Bild“, erzählt Willingshofer. Ein Großprojekt für die nächsten Jahre hat er sich auch vorgenommen: Er möchte die Geschichte des heiligen Antonius, der in der Region um Gaming und St. Anton/Jeßnitz eine große Rolle spielt, malerisch festhalten.