Skisaison ohne Schnee: „Noch geben wir nicht auf“. Schneearmer Winter macht Skigebieten zu schaffen. Auch Semesterferien voraussichtlich ohne Schnee.

Von Anita Schwaiger. Erstellt am 04. Februar 2020 (03:21)

Was es letztes Jahr zu viel geschneit hat, schneit es heuer (bis jetzt) zu wenig. Denn wie es wohl aussieht, wird auch in den Semesterferien kein Schnee vom Himmel fallen. Nicht nur alle Wintersportler sind davon alles andere als erfreut, sondern auch die kleinen Skigebiete im Bezirk Scheibbs, wie zum Beispiel das Familien-Skigebiet Hochbärneck in St. Anton/Jeßnitz. Zwei Skilifte, fünf Pisten und ein Zauberteppich stehen den Ski- und Snowboardfahrern auf einer Seehöhe von etwa 1.000 Metern zur Verfügung – wenn natürlich Schnee liegt.

Die Zwischenbilanz für die heurige Wintersaison ist am Hochbärneck alles andere als erfreulich: Kein einziger Tag mit Liftbetrieb. Einzig und allein der Zauberteppich wurde für zwei Tage in Betrieb genommen. Umso größer war die Hoffnung bei Erika Pieber, Gastwirtin des Almhauses, auf schneereiche Semesterferien.

„Jetzt wäre der Schnee in den Ferien noch wichtig gewesen“, betont die Alm-Chefin wehmütig im Gespräch mit der NÖN. „An den Wochenenden können wir trotz wenig Schnee mit den Besuchern zufrieden sein. Es kommen Wandern und Bobfahren mit ihren Kindern, aber es ist nicht zu vergleichen mit einem schneereichen Winter samt Liftbetrieb“, erzählt Pieber. Nichtsdestotrotz bleibt die Wirtin optimistisch: „Noch geben wir nicht auf. Wir hoffen auch nach den Ferien noch auf Schnee und ein paar Wochenenden mit Liftbetrieb, aber trotzdem: Ganz ohne Schnee geht es halt auch nicht.“

„Wenn der Regen kommt, ist es vorbei“

Besser sieht es mit dem Wintertourismus auf alle Fälle am Turmkogel aus. Seit 27. Dezember sind ein Tellerlift und der Zauberteppich für die Ski- und Snowboardfahrer in Betrieb. Für die Inbetriebnahme des großen Liftes gab es bis jetzt zu wenig Schnee. „Alle geplanten Skikurse konnten heuer durchgeführt werden“, erzählt Christian Tiefenbacher, Betriebsleiter-Stellvertreter der Puchenstubner Skilifte. Freuen durften sich auch die Langläufer, denn die Loipen waren und sind bis jetzt in einem top Zustand. Wie es jedoch in den Ferien aussehen wird, ist fraglich. „Wenn der Regen kommt, ist es vorbei“, erklärt Tiefenbacher. Auch das Berghaus Turmkogel und Skiverleih Jagersberger sind äußerst zufrieden mit ihrem bisherigen Geschäft.

Trotz der schlechten Wettervorhersage für die nächsten Tage zeigt sich Tiefenbacher zuversichtlich: „Der Winter ist noch lange nicht vorbei. Jetzt haben wir erst Anfang Februar – da kann heuer noch viel Schnee kommen.“