Auch der Naturpark wird „wachgeküsst“. Ab 1. Mai sind die Wanderwege im Naturpark Ötscher-Tormäuer geöffnet. Die Ötscher-Basis soll Mitte Mai folgen.

Von Markus Zauner und Christian Eplinger. Erstellt am 01. Mai 2020 (04:54)
Ab 1. Mai sind die Wanderwege in den Ötschergräben (im Bild der Trefflingfall) geöffnet.
weinfranz.at

Der großen Unsicherheit zu Beginn der Coronakrise weicht in den Wandergebieten nun vorsichtiger Optimismus — Optimismus, noch im Mai in die Saison starten zu können. Der Naturpark Ötscher-Tormäuer steht in den Startlöchern. Das Herrichten der rund 300 Kilometer Wanderwege gehe auch dank des milden Winters heuer schon ins Finale, bestätigt Naturpark-Projektmanager Florian Schublach.

Die ursprünglich mit 1. Mai geplante Öffnung der Ötscher-Basis kann nicht gehalten werden. Mitte Mai soll es aber so weit sein, weil zu diesem Zeitpunkt die Regierung auch die Wiederöffnung der Gastronomie angekündigt hat. „Es soll zwar bis dahin noch neue Richtlinien für Tourismusbetriebe geben, aber wir sind optimistisch, dass unsere Gastronomen und Beherberger im Naturpark wegstarten können“, erklärt auch Naturpark-Geschäftsführer Andreas Purt.

Schutzmaßnahmen für das Personal hätten dabei freilich oberste Priorität, betont Schublach. An den Anblick von Mitarbeitern hinter Plexiglas und das Verwenden eines Mund-Nasen-Schutzes dürfen sich die einkehrenden Wandergäste schon einmal gewöhnen.

Und auch (wieder) an die Parkgebühren, die gleichbedeutend sind mit dem Eintrittsticket in den Naturpark. Wobei die Parkautomaten bei der Ötscher-Basis schon mit 1. Mai in Betrieb genommen werden sollen. Ab diesem Zeitpunkt sind nämlich die derzeit noch aus forst- und jagdrechtlichen Gründen gesperrten Wanderwege begehbar — unabhängig von der Öffnung der Ötscher-Basis.

Aktuell plant der Naturpark gemeinsam mit den Touristikern der Region und mit den Verantwortlichen der Niederösterreich Werbung eine Kampagne für heimische Naherholungs- und Ausflugsziele in Niederösterreich. „Wir wollen dabei die Wanderer auch gezielt leiten und entzerren, damit es nicht zu großen Gruppenbildungen kommt. Vor allem an Wochenenden wäre es daher gut, wenn sich die Wanderer vorher bei uns melden, damit wir die Besucherströme möglichst zu unterschiedlichen Einstiegsmöglichkeiten in den Naturpark lenken“, sagt Purt.

Im Raum steht sogar eine gewisse „Einbahnregelung“ in den Ötschergräben, wobei diese dann einen Rücktransport per Bahn oder Bus bedingen würde. „Ob das sinnvoller ist, oder nicht doch besser ist, wenn sich die Wege kurz mal kreuzen, will ich nicht beurteilen“, steht Purt dieser möglichen Maßnahme eher skeptisch gegenüber.