NÖ Bauernbund gedenkt Mauthausenbefreiung und Figl. Im Mai vor 76 Jahren wurde mit der Befreiung des KZ ein wichtiger Schritt für die Zukunft Österreichs gesetzt. Den zahlreichen Opfern des nationalsozialistischen Terrors gedachte der NÖ Bauernbund anlässlich des Jahrestages mit einer Kranzniederlegung bei der vom Bauernbund gestifteten Gedenkskulptur und Tafel für Leopold Figl, dessen Todestag sich am 9. Mai zum 56. Mal jährt und dessen Seligsprechungsverfahren im Vorjahr auf Initiative des St. Pöltner Bischofs Alois Schwarz eingeleitet wurde.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 07. Mai 2021 (18:10)
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Bundesministerin Klaudia Tanner, NÖ Bauernbundobmann LH-Stv. Stephan Pernkopf und Direktor Paul Nemecek zur Kranzniederlegung: „Die Gräueltaten des 2. Weltkrieges dürfen nicht vergessen werden, für Hass und Gewalt darf in unserer Gesellschaft auch heute kein Platz sein. Hier macht gerade das Erbe von Leopold Figl Mut. Er hat sich immer für das Miteinander in der Gesellschaft eingesetzt.“

Als niederösterreichischer Bauernbunddirektor war Figl, der später als Bundeskanzler, Nationalratspräsident, Außenminister und Landeshauptmann von Niederösterreich so maßgeblich zum Zustandekommen des Staatsvertrags und den Wiederaufbau Österreichs beitrug, von Oktober 1944 bis Jänner 1945 in Mauthausen inhaftiert. Für seine Überzeugung und dem Glauben an ein starkes Österreich musste er hier und zuvor im Konzentrationslager Dachau unzählige Misshandlungen über sich ergehen lassen. Aus dieser Zeit stammt auch sein Versprechen, die niederösterreichische Bauernschaft bei einer Befreiung Österreichs jährlich in einer Wallfahrt nach Mariazell zu führen.

„Diesen Weg folgen wir und wir werden sein Versprechen, die niederösterreichische Bauernschaft nach Mariazell zu bringen im Rahmen der NÖ Bauernbundwallfahrt auch heuer einhalten“, so Pernkopf und Nemecek abschließend.