Wieselburg: Das Projekt nimmt Dynamik auf

Zwei weitere Ärzte sind fix. Mit Ende November werden die ersten Geschäfte öffnen, 2022 folgt dann das Gesundheitszentrum.

Erstellt am 14. Juli 2021 | 05:08
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Die Geschäftsführer der Stadtquartier Errichtungs GmbH, Jürgen Antonitsch (links) und Klaus Zehetner (rechts), freuen sich mit Bürgermeister Josef Leitner über die gute Entwicklung des Projekts Stadtquartier Wieselburg und die neuen Mieter.
Foto: Eplinger, Eplinger

In wenigen Monaten soll die größte Baustelle mitten im Wieselburger Stadtzentrum abgeschlossen sein. Für die Geschäfte im Erdgeschoß des Stadtquartiers gibt es schon ein fixes Eröffnungsdatum: Freitag, 26. November, genau rechtzeitig vor dem ersten Advent-Einkaufssamstag.

„Wir liegen sehr gut im Zeitplan. Der Baustoffmangel hat uns zum Glück nur gestreift, weil wir mit dem Rohbau bereits im Vorjahr fertig waren und jetzt genug Spielraum haben, auch wenn sich im Ausbau da und dort Lieferverzögerungen ergeben“, erklärt Klaus Zehetner, der gemeinsam mit Jürgen Antonitsch als Geschäftsführer der Stadtquartier Errichtungs GmbH agiert und gleichzeitig auch das Baustellenmanagement innehat.

Geschäfte, Gesundheitszentrum, Büros und Wohnungen in einem Gebäude

Das Stadtquartier vereint künftig Geschäfte, Gesundheitszentrum, Büroflächen und Wohnungen unter einem Dach. Und da gibt es in allen Bereichen erfreuliche Neuigkeiten.

Die Geschäfte im Erdgeschoß: Vier der sechs Geschäftslokale im Erdgeschoß sind fix vergeben: Neben der Firma Hartlauer, die mit rund 350 m 2 die größte Geschäftsfläche bezieht, sind auch die Firma Bandagist Gattringer sowie die Firma Weichberger (Sondershop für Fahrrad- und Laufequipment) und die Firma Haubis fix.

Haubis wird neben einem Backshop auch die Gastronomie (Café, Bar, Bistro) für das Stadtquartier anbieten. Von der 1.400  m² Geschäftsfläche sind noch rund 380 m² (110 und 270 m²) frei. „Für die noch freien Lokale laufen Gespräche. Wir versuchen hier vor allem noch Mieter zu bekommen, die zu den Themen Gesundheit und Sport passen“, sagt Antonitsch.

Zwei neue Ärzte ab Jänner

Das Gesundheitszentrum im ersten Stock: Die 1.420 m² Ordinationsflächen sind das Herzstück des Projekts. 70 Prozent davon sind vermietet. Seit der Vorwoche hat man zwei neue Ärzte fix, die mit Dezember ihre Ordinationen beziehen können und voraussichtlich ab Jänner im Stadtquartier praktizieren werden. Beide Ärzte haben Kassenverträgen. Michael Gindl erhielt den Zuschlag für die freie Zahnarzt-Kassenstelle von Siegfried Schett, der im Laufe des Jahres in Pension gehen wird.

Der 27-jährige Zahnarzt aus Weitenegg, der aktuell noch als Vertretung in der Praxis von Ingeborg Steininger in Ybbs mitarbeitet, hat auch privaten Bezug zum Scheibbser Bezirk. Seine Eltern stammen aus Gaming und seine Schwiegermutter aus Wieselburg. Er selbst hat in Wieselburg viele Jahre im LAZ Fußball gespielt.

„Es ist unsere erste eigene Praxis. Wir freuen uns schon sehr, dass das nun mit Wieselburg geklappt hat, nachdem sich die ursprünglichen Pläne in Persenbeug zerschlagen haben“, schildert Ehefrau Mirjam Gindl, die Praxis managen wird. In Persenbeug hätte man ein neues Gebäude auf die grüne Wiese stellen müssen. Aufgrund der aktuellen Baustoffknappheit sei das aber in einem sinnvollen Zeitrahmen unmöglich gewesen, erklärt Mirjam Gindl.

Fixiert werden konnte auch die Übersiedlung der Kassenstelle von Augenarzt Albert Daxer von Ybbs nach Wieselburg. So wie Osteopath Laurenz Radlberger, der aktuell noch in Scheibbs seine Praxis hat, wird ein weiterer Mediziner künftig in Wieselburg heimisch werden.

Damit hat man nun insgesamt schon sieben der neun Ordinationen besetzt. Neben Gindl, Daxer und Radlberger waren schon seit Längerem die Ärzte Stefan Hacker (Facharzt für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie), Kehinde Wewe und Sigrid Deimel (Fachärztinnen für Gynökologie und Geburtshilfe), Martin Steiner (Akademischer Psychotherapeut) sowie Dominik Kern mit seiner Praxis für Physiotherapie fixiert. Für die beiden noch freien Ordinationen favorisieren Zehetner und Antonitsch einen Allgemeinmediziner und einen Dermatologen.

„Das Projekt nimmt nun immer mehr Dynamik auf.“ Klaus Zehetner

Man sei aber für alle Richtungen offen. „Das Projekt nimmt nun immer mehr Dynamik auf. Ich bin überzeugt, dass hier über kurz oder lang 20 bis 30 Ärzte praktizieren werden – zum Teil dann auch in Untermiete“, sagt Zehetner.

Wohnungen und Büros im zweiten und dritten Stock: Seit der Vorwoche ist auch eine erste Musterwohnung voll möbliert und kann von Interessenten besichtigt werden.

„Wir wollen zeigen, was möglich ist. Immerhin lässt sich von hier aus alles in Wieselburg zu Fuß erledigen.“ Klaus Zehetner

„Wir wollen zeigen, was möglich ist. Immerhin lässt sich von hier aus alles in Wieselburg zu Fuß erledigen. In einer Premiumlage haben wir daher eine Premiumwohnung zum Anschauen komplett eingerichtet“, schwärmt Klaus Zehetner. Übrigens statt den ursprünglich geplanten 39 Wohneinheiten sind es jetzt nur mehr 32 Mietwohnungen zwischen 46 und 74 m² , von denen fünf schon fix vergeben sind.

„Anstatt weiterer Wohnungen haben wir uns entschieden, auch 450 m² Büroflächen anzubieten. Mit der TTI Austria und der TTI Group, die derzeit ein kleines Büro in der Bahnhofstraße betreiben, haben wir 250 m² schon fix vergeben“, erklärt Jürgen Antonitsch.

Ein erfreuter Bürgermeister

„Ich bin mit der Entwicklung sehr zufrieden. Unserer Zielsetzung, als Stadt ein breit aufgestellter, gesundheitlicher Nahversorger für die Region zu werden, kommen wir mit dem Gesundheitszentrum und den bestehenden Ordinationen in Wieselburg immer näher. Gleichzeitig bestätigen die jüngsten Zusagen die Sinnhaftigkeit unserer Förderpakete“, freut sich Wieselburgs Bürgermeister Josef Leitner (SPÖ), der überzeugt ist, dass auch das gesamte Umfeld durch die gesteigerte innerstädtische Kundenfrequenz profitieren wird.