Aus für Lunzer Postverteilerzentrum

Aufgrund von Platzmangel wird das Postverteilerzentrum in Lunz am See geschlossen. 13 Mitarbeiter müssen ab dem ersten Halbjahr 2022 nach Waidhofen/Ybbs auspendeln.

Erstellt am 18. November 2021 | 13:40
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Das Postverteilerzentrum in Lunz am See wird im kommenden Jahr geschlossen. 13 Mitarbeiter müssen danach in die neue Postbasis in der Gemeinde Waidhofen an der Ybbs auspendeln.
Foto: Privat

„Die Post bringt allen was“, heißt ein bekannter Werbeslogan. Für die 13 Mitarbeiter des Lunzer Postverteilungszentrum bringt sie im nächsten Jahr gravierende Veränderungen. Denn das Postverteilerzentrum im Ort wird geschlossen.

Der Standort in Lunz am See wird ebenso wie der Standort in Waidhofen in die neu geplante Postbasis in Waidhofen an der Ybbs verlagert. Das bestätigt Post-Pressesprecher Markus Leitgeb. Er erklärt: „Der veraltete Standort in Lunz entspricht bei Weitem nicht den Anforderungen der steigenden Paketmengen.“ Für die Mitarbeiter, die großteils seit 2011, seit Beginn des Postzentrums in Lunz, hier arbeiten, dennoch eine überraschende Nachricht.

„Es stimmt schon, dass das Paketaufkommen auch bei uns, seit Beginn der Pandemie drastisch angestiegen ist. Der Standort ist einfach zu klein geworden. Wir platzen hier aus allen Nähten“, meint ein Mitarbeiter. Das gesamte Lunzer Team werde ab Frühling kommenden Jahres die Komfortzone verlassen, und einen längeren Arbeitsweg einplanen müssen. „Dienstbeginn ist um 6.15 Uhr, bei einer Distanz von über 30 Kilometern heißt es da für alle besonders früh aufstehen“, heißt es weiter. Ob das gesamte Team den Wechsel mitmacht, ist noch unklar.

Gerüchte, dass das neue Postzentrum in Waidhofen im Wirtschaftspark Gstadt auch Auswirkungen auf die Zustellbasis in Purstall haben könnte, kommentiert Leitgeb so: „Die Purgstaller Zustellbasis bleibt auf jeden Fall bestehen, hier kommt es allenfalls zu geringfügigen Verlagerungen von Rayonen oder Mengen.“

Die neue Postbasis in Waidhofen wird zwischen dem bestehenden Parkplatz der Firma Bene und dem alten Wurzenberger-Firmengebäude auf einer Fläche von rund 9.000 Quadratmetern errichtet. Hier werden künftig von den Logistikzentren Pakete, Briefe, Werbesendungen und Printmedien angeliefert, auf die Rayone aufgeteilt und anschließend zugestellt.

Die Stadt Waidhofen sei ein wichtiger Knotenpunkt in der Gegend. Mit einer nahegelegenen Postbasis könne man kurze Anfahrtswege und Effizienz im operativen Bereich sowie hohe Qualität für die Kunden sicherstellen, heißt es seitens der Post. Auch die gute Anbindung an das Straßennetz, die Grundstückskonfiguration sowie eine gute Erreichbarkeit bei gleichzeitig ausreichender Distanz zu Wohngebieten seien für die Standortwahl ausschlaggebend gewesen.

70 Arbeitsplätze in Gstadt, zehn gänzlich neue Jobs

Das Grundstück des neuen Gewerbeparks Gstadt verbleibt im Besitz der Bartenstein-Grossnigg-Gruppe, zu der auch die Bene GmbH gehört. Das neue Postzentrum wird von einer Tochtergesellschaft der Bene-Gruppe errichtet. Sofern alle baurechtlichen Genehmigungen vorliegen möchte die Post noch im heurigen Dezember mit den Bauarbeiten loslegen.

Die Inbetriebnahme ist für das erste Halbjahr 2022 vorgesehen. In Summe sollen dann knapp 70 Arbeitnehmer für die Post AG in Gstadt tätig sein, wobei zusätzlich rund zehn neue Jobs – vorwiegend im Zustellbereich – geschaffen werden.