Blitzeinschlag: Bergretter gerieten selbst in Gefahr. Samstagnachmittag gerieten sechs Bergretter nach der Bergung eines verletzten Kletterers selbst in Gefahr und wurden beim Abstieg nach einem Blitzeinschlag unbestimmten Grades verletzt.

Von Redaktion NÖN.at. Erstellt am 27. Juli 2019 (22:08)
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Einsatzdoku.at/Lechner

Gegen 11.15 Uhr ereignete sich am Klettersteig Kaisergams im Gemeindegebiet Land ein Alpinunfall, bei dem eine männliche Person eine Fraktur am Knöchl erlitten hat.

Verletzten mit Hubschrauber geborgen

Da zunächst auf Grund der Wetterlage der Einsatz des Rettungshubschraubers nicht möglich war, stiegen acht Mitglieder des Bergrettungsdienstes Landl sowie weitere acht Bergretter aus Göstling/Ybbs zum Verletzten auf. Nach der Erstversorgung des Verletzten, brachten die Bergretter die Person weiter nach oben, von wo der Verunfallte vom Rettungshubschrauber Christophorus 15 mittels Taubergung geborgen werden konnte.

Blitz schlug in unmittelbarer Nähe ein

Während des anschließenden Abstieges der 16 Bergretter, ging ein heftiges Gewitter nieder. Dabei schlug während die Retter mit der Kletterausrüstung gesichert im Stahlseil hingen ein Blitz in unmittelbarer Nähe ein. Die Bergretter konnten alle mit gegenseitiger Unterstützung zur B 24, Hochschwabbundesstraße, zum Ausgangspunkt des Klettersteiges absteigen.

Der im Tal anwesende Einsatzleiter des Bergrettungsdienstes Landl verständigte nach dem Blitzschlag die Rettungskräfte Wildalpen und Altenmarkt. Im Tal klagten sechs der 16 Bergretter über Schmerzen in den Händen und Füßen. Drei Bergretter wurden zur weiteren Abklärung in das Krankenhaus Weidhofen/Ybbs und drei weitere in das Krankenhaus Scheibbs eingeliefert.

Die Bergretter im Alter zwischen 23- und 65 Jahren erlitten Verletzungen unbestimmten Grades