10 Jahre „Viva la Musica“: „Kultur, die zu uns passt“

„Viva la Musica“ feiert Jubiläumsjahr mit Ron Glaser, Alexander Eder und „Fetz Friends“.

Erstellt am 21. Dezember 2019 | 04:45
Lesezeit: 3 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_7770985_erl51steinakirchen_vivalamusica.jpg
Der stolze Verein „Viva la Musica“ (hinten, von links): Rainer Gebart, David Koppendorfer, Klaus Stattler, Roland Baumann; (Mitte, von links): Sonja Zuser, Doris Kochberger, Hannelore Perteneder sowie (vorne von links): Manfred Mitterer und Heinz Bayerl.
Foto: Viva la Musica

Kurz nach der Eröffnung des neuen Musikschulgebäudes im Jahr 2010 entstand auch die Idee, einen Förderverein für Musikschule und Musikvolksschule zu gründen. „Wir wollten zwei Fliegen auf einen Schlag treffen: Leistbare Kultur anbieten und mit dem Reingewinn die Musikschule und Musikvolksschule finanziell unterstützen“, erzählt „Viva la Musica“-Vereinsobmann Heinz Bayerl.

Und was hat der Verein seitdem gemacht? 60 Vorstandssitzungen, jede Menge Kulturveranstaltungen (zur Recherche) und etliche Stunden an Diskussionen. „90 Prozent unserer Ideen schauen wir uns vorher an, ob das auch wirklich zu uns und in unsere Region passt“, erklärt Bayerl. Im Schnitt sind jedes Jahr etwa zehn Veranstaltungen im Steinakirchner Kultursaal über die Bühne gegangen. Bei größeren Acts wurde aber auch das ein oder andere Mal auf den Steinakirchner Wirt ausgewichen. Das letzte Event im Jubiläumsjahr wird die 100. Veranstaltung des Vereins werden.

Das Vereinsteam setzt sich übrigens aus Musiklehrern, Volksschullehrern und Kulturbegeisterten zusammen, die ganz einfach Kultur in den Ort bringen wollen. „Wir bekommen keine öffentlichen Gelder oder Unterstützungen. Bei uns ist alles ehrenamtlich. Und dafür konnten wir schon eine beachtliche Summe für unseren Kultursaal erwirtschaften“, ist der Obmann – übrigens seit Beginn in diesem Amt – stolz. Der Reingewinn wird nämlich direkt für die nächsten Veranstaltungen verwendet. Erst dieses Jahr wurden etwa 25.000 Euro in Licht und Ton investiert. „Die Anschaffung von Instrumenten gehört auch zum Alltag“, ergänzt Bayerl.

Eine Bühne für große und kleine Künstler

Dass sich diese Mühe lohnt, zeigt der Rückblick auf das vielfältige Programm der vergangenen zehn Jahre: Größen der Kabarettszene, wie Gernot Kulis und Alex Kristan, herausragende Formationen von Klassik über Jazz bis Rock und Pop, wie Faltenradio, pure desmond, Breinschmidt und Gansch, Krautschädl und Folkshilfe, bekannte Einzelinterpreten wie Ron Glaser, Thomas Leeb und Peter Ratzenbeck, stimmgewaltige Chöre und vieles mehr. Fixpunkte im Jahresprogramm sind Faschingsausklang, Schulschluss-Open-Air und der traditionelle Volksmusikherbst. Ein besonderes Anliegen ist es dem Verein auch, regionalen Künstlern und jungen Nachwuchsbands eine Bühne zu bieten.

Ein besonderes „Baby“ des Vereins ist das „musiccamp“, das seit 2012 jährlich im Schulzentrum stattfindet. Rund 140 Kinder aus ganz Österreich musizieren unter Anleitung von hochqualifizierten Musikpädagogen in den verschiedensten Streicher- und Holzbläserensembles. Statt über zwei finden die Kurse – darunter der neue Kurs „Cook and Play“ – in diesem Jahr sogar über drei Wochen im Juli statt. Wer nur zuhören will, kann dabei auch eines der öffentlichen Konzerte besuchen.

Aber nicht nur das. Zum zehnjährigen Jubiläum präsentiert „Viva la Musica“ 2020 jede Menge Hochkaräter: Eröffnet wird mit der A cappella-Gruppe „Die Vierkanter“ am 24. Jänner mit ihrem Programm „OHRakel – vokale Prophezeiungen“. Darauf folgen Ron Glaser, Alexander Eder & Band ( „The Voice of Germany“) sowie die Big Band „Fetz Friends“. Welche Highlights das Herbstprogramm parat hält, wird sich erst zeigen.