Steinakirchen am Forst

Erstellt am 16. Januar 2017, 12:43

von NÖN Redaktion

Begräbnis von Mesner Johann Ginner. In Windeseile verbreitete sich am 12. Jänner in Steinakirchen die Nachricht, dass der langjährige Mesner Johann Ginner im Kreis seiner Familie friedlich eingeschlafen ist.

NÖN

Wie kein anderer hat er durch Jahrzehnte hindurch der Pfarre sozusagen ein Gesicht gegeben.

1963 wurde Ginner vom damaligen Pfarrer Otto Gatterbauer als Mesner hauptamtlich angestellt. In dieser Funktion begleitete er Generationen von Steinakirchnern in Freud und Leid des Lebens. Gewissenhaft hat er auch seine weiteren „Chefs“ die Pfarrer Karl Datzberger, Franz Richter und Hans Lagler unterstützt. Dieses Engagement wurde von vielen Leuten sehr geschätzt und so wurde er liebevoll einfach der „Ginner-Vater“ genannt.

In dieser langen Zeit war er auch Totengräber am Pfarrfriedhof. Er hat für über 1200 Personen händisch mit dem Spaten ein Grab ausgehoben. Viele Funktionen hat Ginner in der Pfarre ausgeübt. Er war als Vorbeter, Lektor und Kommunionhelfer aktiv. Als Pfarrgemeinderat hat er seine Meinung eingebracht und zu einem lebendigen Pfarrleben beigetragen. Auch in seiner Pension blieb er dem Mesnerdienst treu und schenkte so viel Zeit dem kirchlichen Leben.

Johann Ginner beherrschte auch die seltene Kunst des Mauerns mit Steinen. Mit Fachkenntnis und Durchhaltevermögen hat er damit bleibende Werke geschaffen. Die neue Friedhofmauer in Steinakirchen war 2010 eines der letzten großen Projekte, die er begleitete.

Die Trauerfamilie lädt am Mittwoch, dem 18. Jänner 2017 um 19.00 Uhr zu einer Betstunde in die Pfarrkirche ein. Am Freitag, dem 20. Jänner fängt um 12.30 Uhr wieder eine Betstunde an. Das Requiem beginnt um 13.00 Uhr.