Direktorin geht in Ruhestand: „Ich war sehr gerne hier“. Mit 1. November verabschiedet sich Anna Resch nach 40 Jahren im Kindergarten Steinakirchen und fast zehn Jahren als Direktorin in den Ruhestand.

Von Anna Faltner. Erstellt am 23. Oktober 2020 (11:46)
Überraschungsbesuch am letzten Arbeitstag von Anna Resch (Mitte). Vizebürgermeisterin Iris Steindl und Bürgermeister Wolfgang Pöhacker bedankten sich bei Resch für die hervorragende Zusammenarbeit.
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„Das Kinderlachen, ihre leuchtenden Augen und meine Kollegen werde ich vermissen. Es war wirklich eine wunderschöne Zeit“, sagt Anna Resch. 40 Jahre lang war der Steinakirchner Kindergarten quasi ihr zweites Zuhause. Fast zehn Jahre davon war die Pädagogin auch Kindergartendirektorin. In der vergangenen Woche hatte sie ihren letzten Arbeitstag, mit 1. November beginnt ihr Ruhestand. Mit der NÖN blickte sie auf ihre Zeit im Kindergarten zurück.

Ins Berufsleben startete Anna Resch zuerst als Erzieherin in St. Pölten, wo sie auch ihre Ausbildung absolviert hat, dann als Landesspringerin, zuerst im Bezirk Baden, danach kurz im Bezirk Amstetten. Mit 3. Dezember 1980 trat sie ihren Dienst in Steinakirchen an. Da sie mit ihrer Familie in Steinakirchen Haus gebaut hatte, konnte sie ihren Arbeitsweg jeden Tag zu Fuß oder mit dem Fahrrad bestreiten.

Von 1980 bis 2020 hat Resch auch so einiges erlebt. Denn vom zweigruppigen Kindergarten war bald nichts mehr zu sehen. Auf drei folgten vier Gruppen und im September 2017 bezogen die jüngsten Steinakirchner nach langem Warten ihren neuen (fünfgruppigen) Kindergarten. „Das war schon herausfordernd, aber ich blicke auf viele, viele schöne Erinnerungen zurück“, betont Resch. Veränderungen standen aber auch auf beruflicher Ebene an. „Wie in jedem Beruf war und ist es ein ständiges Lernen. Aber das ist etwas Schönes, natürlich kommt das den Kindern zugute.“

Zu den schönen Erinnerungen zählt auch der Kontakt mit den Eltern, der stets respektvoll war. „Ich hatte nicht nur tolle Kinder in meiner Obhut, sondern auch tolle Eltern, die dazugehören. Ich war sehr gerne in Steinakirchen“, lobt die baldige Pensionistin. Konkrete Pläne, wie ihr Zeitplan in der Pension aussehen wird, hat Resch noch nicht. „Ich lasse jetzt erst einmal alles auf mich zukommen, genieße einmal meine Freizeit, gemeinsam mit der Familie. Mit einem Haus und Garten hat man aber sowieso immer etwas zu tun“, meint sie.

Die interimistische Leitung im Kindergarten hat nun Waltraud Luger übernommen.