Ein Rabattl für jeden Haushalt. Steinakirchen: Im Zuge von Gestaltung der Siedlungsstraße übernahmen Zehethof-Bewohner eine Patenschaft für die Pflanzbeete.

Von Anna Faltner. Erstellt am 25. Juli 2020 (04:04)
Sieben Familien haben im Frühjahr die Rabattl’n in der Siedlungsstraße angepflanzt und sich dazu bereit erklärt, auch zukünftig die Pflege dafür zu übernehmen.
Anna Faltner

Wenn alle mitmachen, dann kommt meistens etwas Schönes dabei heraus. Das zeigt sich etwa an der Straßengestaltung in Zehethof. Nach einer Verkehrsberatung mit Marktgemeinde und Bewohnern folgten Workshops mit einem „Natur im Garten-Berater“, in die auch die Ideen und Wünsche der Anrainer einflossen.

„Es ist eine sehr große Siedlung, die auch noch stetig wächst. Deswegen hatten manche Angst, dass das Verkehrsaufkommen in der sehr jungen Siedlung noch zunehmen wird“, erzählt VP-Bürgermeister Wolfgang Pöhacker. Und da kamen die Rabattl‘n ins Spiel. Bepflanzte Grünflächen am Straßenrand, die verkehrsberuhigend wirken sollen, und natürlich auch das Straßenbild aufhübschen sollen. Die Marktgemeinde äußerte den Wunsch, dass die Rabattl’n von den Anrainern selbst gepflegt werden – und die willigten ein.

Offizielles Bekenntnis zur Patenschaft

Für die Pflanzen-Patenschaft wurde von allen Nachbarn sogar ein schriftliches Bekenntnis abgegeben, in der sie bestätigten, dass sie sich um die Rabattl‘n kümmern werden. Dazu bekamen sie von „Natur im Garten“ einen Ratgeber zur richtigen Pflege übermittelt. Insgesamt sind es nun sieben Grünflächen mit unterschiedlichen Pflanzen, Blumen und einem Baum (Buche oder Zierbirne), die in Zehethof errichtet wurden. Das Pflanzmaterial (Sträucher, Blumen, Erde, etc.) um insgesamt etwa 3.500 Euro stellte die Gemeinde zur Verfügung.

Die Corona-bedingt sehr ruhige Zeit im Frühjahr nutzten die sieben Jungfamilien, um ihre Rabattl‘n zu bepflanzen – im Zuge einer gemeinsamen Pflanzaktion. Jeder Anrainer kümmerte sich natürlich um sein eigenes Rabattl vor seiner Haustüre. „Und wie man sieht, ist die Idee voll aufgegangen“, lobt der Ortschef und hofft , dass die Pflege ebenso zuverlässig wahrgenommen wird.