Ein Wirt, der im Lockdown eröffnet

Mit Jahreswechsel startete Aydin Sari mit Abholservice, die Gespräche fehlen dabei aber.

Erstellt am 28. Januar 2021 | 05:47
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Das Take-away-Geschäft während des Lockdowns bewältigt Wirt Aydin Sari gemeinsam mit seiner Familie. Für die Zeit danach will er sich noch zusätzliches Personal suchen.
Foto: Faltner

Die Wirtshaustüren sind seit November verschlossen – und werden es vermutlich noch ein paar Wochen bleiben. Für Aydin Sari stellte die aktuelle Situation aber kein Hindernis dar, den ehemaligen „Gasslhof“ und zuletzt „Steinakirchnerwirt“ zu beziehen und die Steinakirchner zu bekochen – natürlich unter Einhaltung aller Covid-Maßnahmen, also per Take-away.

Mit 31. Dezember startete er den Betrieb, unzählige Pizzen, Schnitzel und Salate gingen schon über die Theke.

Dreikönigstag als Highlight gleich zu Beginn

„Meine früheren Stammkunden sind sofort gekommen und haben sich gefreut, dass ich wieder da bin“, strahlt der Amstettner. Zur Erinnerung: Aydin Sari war vor dem Lockdown für einige Monate Pächter im Gasthaus „Zum Grünen Baum“.

Ein Highlight in seinen wenigen Öffnungstagen war gleich der Dreikönigstag. Von neun bis zwölf Uhr läutete ununterbrochen das Telefon.

„Ich bin wirklich sehr zufrieden, wir hatten extrem viele Abholungen bisher“, sagt der Wirt. „Und die Steinakirchner sind froh, dass wieder ein Wirt im Gasslhof, im Herzen von Steinakirchen, ist“, ergänzt er. Die begeisterten Frühschopper haben übrigens schon ihr Revier bei Sari markiert. „Jeder weiß schon, wo er sitzt, sobald wir aufmachen.“

Die ersten Events wären schon einmal gebucht

Nicht nur der Pächter, sondern auch das Lokal trägt nun einen neuen Namen: Gasthaus Pizzeria „Zum Festsaal“.

Obwohl Sari aktuell nur das Untergeschoß pachtet. Anlassbezogen kann das Obergeschoß samt Festsaal hinzu gemietet werden. „Wenn es wieder möglich ist, möchte ich Feiern und Veranstaltungen austragen. Ein paar sind sogar schon gebucht“, erzählt er.

Und darauf freut er sich auch am meisten. „Im Lockdown ist es schon langweilig. Ich liebe meinen Beruf, weil ich mich ja gerne mit den Leuten unterhalte und Späße mache. Und das ist bei der schnellen Abholung nur schwer möglich.“