Frischer Wind im alten „Gasslhof“. Der „Gasslhof“ ist endgültig Geschichte. Ab 5. Mai ist der Zarnsdorfer Martin Theuretzbacher der „Steinakirchen Wirt“.

Von Anna Faltner. Erstellt am 27. April 2019 (05:29)
Anna Faltner
Fiebern bereits der Eröffnung am 5. Mai entgegen: Wirt Martin und Schwester Katharina Theuretzbacher sowie Bürgermeister Wolfgang Pöhacker.

Nicht einmal mehr zwei Wochen dauert es, dann wird das alte Schild „Zum Gasslhof“ vermutlich für immer von der Fassade des Gasthauses verschwunden sein. „Den Namen wird es nicht mehr geben, der ist leider schon zu verbraucht“, sagt Martin Theuretzbacher. Stattdessen gibt der 25-Jährige dem Lokal den Namen „Steinakirchen Wirt“ und haucht der heimischen Gastroszene neuen, klassisch-exotischen Wind ein. Die große Eröffnung findet am 5. Mai statt.

Zwar steht der Feinschliff noch an, dass sich einiges verändert hat, stellte die NÖN bei einem Lokalaugenschein aber schon fest. Das drückende Rot an den Wänden wurde durch ein helles Gelb mit grauen Elementen ersetzt. Die optischen Entscheidungen in der Renovierung trafen Gemeinde (als Eigentümer) und Theuretzbacher (als Pächter) bereits gemeinsam. Vom Eingangsbereich bis hinauf zum Festsaal wurden neue Fliesen gelegt, Geräte und Geschirr wurden zum Teil erneuert oder serviciert, die Sonnenterrasse wird gerade herausgeputzt. „Wir haben dem Wirten vor 20 Jahren ein vollwertiges Wirtshaus zur Verfügung gestellt. Das wollen wir auch jetzt machen, sodass wirklich alles da ist, was gebraucht wird“, betont VP-Ortschef Wolfgang Pöhacker. 5.000 Euro flossen in die Einrichtung eines Wlan-Netzwerkes, das nicht nur den Gästen, sondern auch der Verwaltung und Administration dient. Wie viel die Gemeinde tatsächlich investiert hat, wird sich erst zeigen.

„Möchte den Spagat zwischen klassischer und spezieller Wirtshausküche schaffen.“Martin Theuretzbacher, Neo-Wirt in Steinakirchen

Theuretzbacher hat in den letzten eineinhalb Jahren bereits das Lokal „Matinos“ in St. Pölten geführt, das er in der Vorwoche geschlossen hat. „Familiär bedingt zieht es uns zurück aufs Land“, erklärt er. Wohin genau, weiß der gebürtige Zarnsdorfer noch nicht, vorerst steht Pendeln auf dem Programm. Und das auch für seine Mitarbeiter. Denn das Personal aus St. Pölten kommt – zumindest für den Anfang – mit nach Steinakirchen.

Was auf der Speisekarte stehen wird, ist für den Gastronom schon klar: „Ich möchte den Spagat zwischen klassischer Wirtshausküche und etwas Speziellerem schaffen.“ In St. Pölten war es die mexikanische und Sri Lankische Küche. Einen Hauch davon, möchte er im Zuge von Themenabenden auch nach Steinakirchen mitbringen. Neben Klassikern wie Schnitzel, Beuschel, Gulasch und im Sommer Eis, stehen auch Grillabende am Plan. „Über den Sommer will ich einige Weingüter besuchen und verkosten, damit ich eine umfangreiche Weinkarte anbieten kann“, kündigt er an. Der Vertrag zwischen Gemeinde und Theuretzbacher wird übrigens erst am Freitag im Gemeinderat beschlossen.