Volksschulerweiterung: „Der Plan steht zu 90 Prozent“

Bis zum Schuljahr 2023/2024 sollte Volksschule Steinakirchen von neun auf zwölf Klassen erweitert werden.

Erstellt am 22. Januar 2021 | 04:48
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Foto: Vonwald

Zwar sind die Schulen offiziell im Lockdown, für Planungsgespräche betreffend den Umbau der Steinakirchner Volksschule gibt es allerdings keine Sperre. Und so fand gleich zu Jahresbeginn ein Gespräch im Schulaussschuss statt.

Wie die NÖN bereits im Juni des Vorjahres berichtete, hat eine Bedarfserhebung gezeigt, dass aufgrund starker Geburtenjahrgänge und Zuzügler (vor allem in Wolfpassing) zwölf – statt wie bisher neun – Klassen benötigt werden. Ab elf Klassen wird auch ein zweiter beziehungsweise ein größerer Turnsaal notwendig.

Was das in Zahlen bedeutet? „Aktuell haben wir 188 Kinder in der Schule. Wenn man sich den Geburtenstand ansieht, dann werden es im Schuljahr 2023/2024 schon 222 Kinder sein“, sagt VP-Bürgermeister und Schulausschussobmann Wolfgang Pöhacker.

Mit den Planungsarbeiten wurde die Firma Vonwald Plan & Baumanagement GmbH beauftragt. Nun gibt es einen konkreten Entwurf für die Volksschulerweiterung.

Eines vorweg: Die Idee, die Blasmusik mit ins Boot zu holen, wurde verworfen. Im Gespräch war, über dem neuen Turnsaal einen Probenraum zu errichten. „Die Schulgemeinde möchte sich da nichts verbauen lassen und den Platz freihalten – falls irgendwann wieder eine Erweiterung notwendig wäre“, erklärt Pöhacker.

Zwei kleine Turnsäle mit je 180 m² werden gebaut

Eine Entscheidung musste auch betreffend des Turnsaals gefällt werden. Entweder ein großer oder zwei kleine Turnsäle sind für zwölf Schulklassen notwendig.

Die Schulgemeinde entschied sich für die Variante von zwei kleinen Turnsälen, jeweils mit einer Größe von 180 m², mit getrennten Mädchen- und Bubengarderoben. Der bisherige Turnsaal wird ersetzt durch zwei neue Säle samt Geräteraum. „Dadurch wird das Gebäude ein bisschen zurück in den Hang gebaut“, berichtet der Schulausschussobmann.

Das Altgebäude wird zum Rohbau zurückgebildet und komplett saniert, die Aufteilung der bisherigen Klassen bleibt bestehen, alle Räume werden barrierefrei, zum Teil mit Lift, erreichbar sein. „Das Grundgerüst bleibt. Hinzu kommen neue Fenster, Türen, Boden, einfach alles.“ Ein komplettes Stockwerk wird auf das bestehende Gebäude aufgesetzt. Das 670 m² große zweite Obergeschoß beinhaltet dann vier neue Klassenräume sowie drei Gruppenräume. Erweitert wird aber auch im Erdgeschoß und im Obergeschoß, nämlich jeweils um 147 m².

Verbindungstrakt für beide Schulen kommt

Fix kommen wird auch ein Verbindungstrakt zwischen Volks- und Mittelschule. „Beide Schulen sollen gegenseitig auf trockenen Füßen erreichbar sein und wir wollen auch, dass beide Schulen genutzt werden“, betont Pöhacker.

Beim Thema Dach verrät er: „Wir wollen da in Richtung ökologische Bauweise gehen. Zu 90 Prozent steht der Plan. Damit wird nun das Gespräch mit der Abteilung Schul- und Kindergartenfond und der Abteilung Gemeinden gesucht. Dabei geht es um die Finanzierung und um die Festlegung eines möglichen Projektstarts.“

Gerechnet wird mit einer Bauzeit von eineinhalb bis zwei Jahren. Die Kosten werden sich auf sechs bis sieben Millionen Euro belaufen. Fakt ist allerdings: Bis zum Schuljahr 2023/24 sollten die Bauarbeiten abgeschlossen sein.