VP gibt zwei Mandate an die Liste LUST ab. Freude bei der Liste LUST, Ratlosigkeit bei der ÖVP – Bürgermeisterpartei verliert Stimmen an Liste, FPÖ behält Mandat.

Von Anna Faltner. Erstellt am 28. Januar 2020 (03:34)
Dasselbe Trio an der Spitze wie in der abgelaufenen Gemeinderatsperiode (von links): Fraktionsobmann der Liste LUST Wolfang Zuser, VP-Bürgermeister Wolfgang Pöhacker und FP-Gemeinderat Gerhard Bayerl.
Jakob Zuser

Während die Liste Unabhängiges Soziales Steinakirchen (LUST) allen Grund zur Freude hat, muss sich die ÖVP laut Bürgermeister Wolfgang Pöhacker ernsthaft Gedanken machen. Mit diesem Ergebnis – die ÖVP verliert zwei Mandate, die LUST gewinnt zwei Mandate – hatten beide Fraktionen nicht gerechnet. Bei der FPÖ ändert sich nichts, das eine Mandat bleibt erhalten.

„Uns hat das Ergebnis schon überrascht, das hatten wir nicht erwartet“, gesteht Pöhacker. Woran es gelegen hat, weiß er nicht. Die Volkspartei hätte sich stark bemüht, immer auf die Anliegen der Bürger einzugehen. „Wir werden uns jetzt in Ruhe zusammensetzen und alles analysieren. Aber wir sehen es als Auftrag an uns, wir blicken optimistisch in die Zukunft“, betont er. Die Besetzung der 14 Mandate erfolgt nach der vorgesehenen Reihung (siehe links).

„Wir sehen es als Auftrag an uns und blicken optimistisch in die Zukunft.“Wolfgang Pöhacker, VP-Bürgermeister

Die zwei verlorenen Mandate der ÖVP wandern weiter zur Liste LUST. „Wir können uns wirklich nicht erklären, wie das passiert ist“, meint Pöhacker. Aber des einen Leid, ist des anderen Freud‘. Bei der Liste herrscht Feierlaune. „Wir sind wirklich zufrieden und äußerst glücklich. Zwar hatten wir schon darauf gehofft, ein Mandat zu gewinnen, aber in dem Ausmaß haben wir nicht damit gerechnet“, ist LUST-Obmann Wolfgang Zuser sprachlos. Den Grund für den Stimmenschwund bei der ÖVP ortet Zuser bei deren Führung.

„Wir wünschen uns, dass zukünftig mehr Informationen zur Verfügung gestellt werden, transparent gearbeitet und mit uns gesprochen wird. Genau das waren nämlich die Schwachpunkte in den letzten Jahren. Und das sieht man jetzt auch am Ergebnis. Die politische Kultur muss sich unbedingt ändern“, sagt der Listen-Obmann. Nun ist die Liste jedenfalls mit sechs statt vier Mandaten im Gemeinderat vertreten. „Da kann man auf alle Fälle mehr bewirken, weil wir mit mehr Mandaten auch mehr Ämter bekommen. Da kommt uns jetzt eine wesentliche Funktion zu“, ist Zuser zufrieden.

Für die FPÖ in Steinakirchen ändert sich kaum etwas. Parteiobmann Gerhard Bayerl hat sein Mandat gehalten und wird dieses auch in Zukunft wieder besetzen. „Ich hätte mir schon ein zweites Mandat erhofft, aber daraus wurde leider nichts. Grundsätzlich bin ich aber schon zufrieden“, erzählt Bayerl. Konkrete Ziele für die kommende Periode müssen in der FPÖ aber erst besprochen werden. Das Ziel für VP-Bürgermeister Pöhacker ist klar: „Wir wollen miteinander etwas für Steinakirchen erreichen und die Gemeinde vorantreiben.“